{"id":11670363,"date":"2019-08-12T11:02:00","date_gmt":"2019-08-12T09:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=11670363"},"modified":"2026-03-25T13:24:49","modified_gmt":"2026-03-25T12:24:49","slug":"joerg-buschbeck-im-neandertal-wohnt-der-alte-geldgott","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/joerg-buschbeck-im-neandertal-wohnt-der-alte-geldgott\/","title":{"rendered":"J\u00f6rg Buschbeck: Im Neandertal wohnt der alte Geldgott"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Nur das Korn, was man sich vom Munde abgespart hat, kann man auf dem Feld investieren, damit die Gemeinschaft nicht verhungert. Ein Geld, was ein Derivat solcher Art von Ersparnis ist, ist einfach g\u00f6ttlich. Sparen, was derart sinnvoll ist, ist einfach g\u00f6ttlich.<\/p><\/blockquote>\n<p><center><a title=\"Heiko Tomaszewski --Darkstar1970 [CC BY-SA 3.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/)], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Denkmal1.JPG\"><img decoding=\"async\" width=\"312\" alt=\"Denkmal1\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/9\/97\/Denkmal1.JPG\"><\/a><br \/>\nStandbild des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neandertal\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Neandertalers<\/a> von 1928<\/center><\/p>\n<blockquote><p>\nWie schrecklich ist dagegen die Rolle des Geldsparens im Kapitalismus. Seine beste Zeit hat es nach zerst\u00f6rerischen Kriegen. Dann kann man bei der hohen Nettoinvestition den Unternehmern einen Teil ihres Gewinns abschneiden (zwingend logische Unternehmer-Gewinnformel von Keynes). <\/p><\/blockquote>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<blockquote><p>\nSinken die Nettoinvestitionen mit Kriegsabstand und senkt man die Inflation durch zu geringe Lohnzuw\u00e4chse, wird Geldsparen zum wesentlichen Systemproblem des Kapitalismus. Es besteht eine permanente Bedrohung des Kreislaufgleichgewichtes, weil die Summe der Pl\u00e4ne zur Geldverm\u00f6gensbildung die Summe der kreditw\u00fcrdigen Privatwirtschafter-Pl\u00e4ne zur Verschuldung \u00fcbersteigt. <\/p>\n<p>Hier finden wir den ganzen Grund, warum VWL nicht aus dem Neandertal der Subsistenzwirtschaftler ausziehen will. Selbst alternative \u00d6konomen stellen regelm\u00e4\u00dfig ihr Gedankengeb\u00e4ude wieder auf das Neandertal-Fundament der Tauschwirtschaft. Man will beim g\u00f6ttlichen Sparen bleiben. Dabei kann man dies auch im Kapitalismus haben, man muss nur auch die Nichtunternehmer dazu anregen, real, also in Sachwerten, zu sparen! <\/p>\n<p>Die \u00f6kologischen Herausforderungen sind riesengro\u00df, f\u00fcr einen kompletten Umstieg auf erneuerbare Energien und eine cradle to cradle Kreislaufwirtschaft sind gigantische Innovationen und Investitionen erforderlich. Kapitalismus kann im Gegensatz zu Sozialismus so etwas leisten. Die VWLer m\u00fc\u00dften nur einen neuen Gott im realen Sparen finden. <\/p>\n<p>Es ist bitte Zeit f\u00fcr einen Auszug aus dem \u00f6konomischen Neandertal. Denn ohne eine korrekte Theorie des Kapitalismus kann man diesen nicht zu einem \u00f6kologischen Wunderkind reformieren. Dann wird sich eine Denke durchsetzen, die den Kapitalismus zum Problem erkl\u00e4rt, und uns in neuen sozialistischen Experimenten sowohl an \u00d6konomie und \u00d6kologie scheitern lassen wird. <\/p>\n<p><em>aus den Kommentaren zu <a href=\"https:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2019\/07\/mmt-anhaenger-machen-denselben-gedankenfehler-wie-john-law\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">\u00d6konomenstimme: MMT-Anh\u00e4nger machen denselben Gedankenfehler wie John Law<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Im wahrsten Sinne einfach nur g\u00f6ttlich und absolut zutreffend. Leider wird das wohl nicht jeder auf Anhieb verstehen. Geschweige denn verstehen wollen&#8230;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur das Korn, was man sich vom Munde abgespart hat, kann man auf dem Feld investieren, damit die Gemeinschaft nicht verhungert. Ein Geld, was ein Derivat solcher Art von Ersparnis ist, ist einfach g\u00f6ttlich. Sparen, was derart sinnvoll ist, ist<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[48,43,32,29,44,18],"class_list":["post-11670363","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-oekonomie","tag-geldtheorie","tag-keynes","tag-schulden","tag-sparen","tag-volkswirtschaftslehre","tag-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11670363","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11670363"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11670363\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23963547,"href":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11670363\/revisions\/23963547"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11670363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11670363"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11670363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}