{"id":11349415,"date":"2019-07-17T07:00:25","date_gmt":"2019-07-17T05:00:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=11349415"},"modified":"2026-03-25T13:15:51","modified_gmt":"2026-03-25T12:15:51","slug":"die-metallwaehrung-und-nicht-die-inflation-war-fuer-den-untergang-des-roemischen-reiches-hauptverantwortlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/die-metallwaehrung-und-nicht-die-inflation-war-fuer-den-untergang-des-roemischen-reiches-hauptverantwortlich\/","title":{"rendered":"Die Metallw\u00e4hrung und nicht die Inflation war f\u00fcr den Untergang des R\u00f6mischen Reiches hauptverantwortlich"},"content":{"rendered":"<p>Neue Daten enth\u00fcllen die verborgenen Mechanismen des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Untergang_des_R%C3%B6mischen_Reiches\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Zusammenbruchs des R\u00f6mischen Reiches<\/a>.<\/p>\n<p><center><a title=\"Denare von Enrique \u00cd\u00f1iguez Rodr\u00edguez (Qoan) [CC BY-SA 4.0 (https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0)], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Museo_de_Albacete._Tesoro_de_denarios_romanos_2.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"412\" alt=\"Museo de Albacete. Tesoro de denarios romanos 2\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/9\/99\/Museo_de_Albacete._Tesoro_de_denarios_romanos_2.jpg\"><\/a><br \/>\nR\u00f6mische <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Denarius\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Denare<\/a> im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Museo_de_Albacete\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Museo de Albacete<\/a> in Spanien<\/center><\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr den Untergang des Westr\u00f6mischen Reiches waren bisher f\u00fcr die modernen Historiker ebenso wie f\u00fcr die R\u00f6mer selbst ein R\u00e4tsel geblieben. <\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pnas.org\/content\/115\/22\/5726\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">J\u00fcngste Daten aus dem Kern des gr\u00f6nl\u00e4ndischen Eises<\/a> liefern uns jedoch neue Hinweise zum Zusammenbruch des Imperiums, die zudem auch zeigen, wie schnell und brutal er erfolgte &#8211; ein wahrer &#8222;<a href=\"https:\/\/thesenecatrap.blogspot.com\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Seneca-Effekt<\/a>&#8222;. K\u00f6nnte unsere Zivilisation den gleichen Weg gehen?<\/p>\n<p>Die alten R\u00f6mer selbst verstanden ebenfalls nie, was sie traf. Aber auch sp\u00e4tere Historiker nicht: Es gibt buchst\u00e4blich Hunderte von Theorien dar\u00fcber, was den Untergang des R\u00f6mischen Reiches verursacht hat. <\/p>\n<p>1984 listete <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alexander_Demandt\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Demandt<\/a> 210 von ihnen auf, die vom moralischen Niedergang bis zur Verbreitung des Christentums reichten. Einige Historiker behaupten heute noch, der Zusammenbruch sei ein &#8222;Mysterium&#8220; und einige f\u00fchren ihn auf das unwahrscheinliche Anh\u00e4ufen mehrerer unabh\u00e4ngiger Faktoren zur\u00fcck, die irgendwie gleichzeitig passierten.<\/p>\n<p>Warum aber ist etwas, was so massiv war wie der Fall des westlichen Imperiums so schwer zu verstehen? Es gibt sicherlich mehr als einen Grund daf\u00fcr, doch einer der wichtigsten ist schlicht der Mangel an Daten. <\/p>\n<p>Wir haben kaum schriftliches Material \u00fcber die letzten Jahrhunderte des Imperiums und es sind nur sehr wenige quantitative Daten bei uns angekommen. Die Dinge \u00e4ndern sich jedoch. Die moderne Arch\u00e4ologie liefert erstaunliche Ergebnisse, die viel \u00fcber die Mechanismen des Zusammenbruchs des alten Reiches aussagen.<\/p>\n<p>Schauen Sie sich zum Beispiel diese Grafik an: (aus <a href=\"https:\/\/www.whoi.edu\/fileserver.do?id=233444&#038;pt=2&#038;p=239810\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Sverdrup et al., 2013<\/a>):<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/substackcdn.com\/image\/fetch\/$s_!iYVz!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep\/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F3c9a77c5-fb48-48cb-a23c-4ad7ebc10791_640x378.png\" width=\"600\" alt=\"Kollaps des r\u00f6mischen Reichs\" \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pnas.org\/content\/115\/22\/5726\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Aktuelle Daten von McConnell et al.<\/a> zur Bleiverunreinigung liefern ein detaillierteres Bild (siehe auch <a href=\"http:\/\/peterturchin.com\/cliodynamica\/history-is-a-quantitative-science-ii\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Peter Turchins Blog<\/a>).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/substackcdn.com\/image\/fetch\/$s_!KX3t!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep\/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa8bc0dfa-31e0-4300-9f45-3e87003a8933_640x624.jpeg\" width=\"550\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Das Sch\u00f6ne an Daten ist, dass wir nicht mehr \u00fcber vage Konzepte wie den &#8222;Mangel an Charakterst\u00e4rke&#8220; sprechen m\u00fcssen, einen Faktor, der tats\u00e4chlich mal als Ursache f\u00fcr den Sturz vorgeschlagen wurde. Nein, die Daten sind da, und sie sind eindeutig und klar. Sie zeigen, dass das r\u00f6mische Reich, als es im 5. Jahrhundert offiziell verschwand, bereits eine leere H\u00fclle war. <\/p>\n<p>Der eigentliche Zusammenbruch ereignete sich im 3. Jahrhundert, als die r\u00f6mische Wirtschaft nicht mehr funktionierte, wie die Daten zur Bleiproduktion belegen &#8211; als ein Nachweis f\u00fcr die industrielle Aktivit\u00e4t des Reiches. <\/p>\n<p>Nun die gro\u00dfe Frage: Die Daten sagen uns, wie der Zusammenbruch stattgefunden hat, aber warum ist er aufgetreten? Hier stehen wir vor einem f\u00fcr komplexe Systeme typischen Problem. Diese Systeme werden von dem Ph\u00e4nomen &#8222;R\u00fcckkopplung&#8220; dominiert, welches die Auswirkungen einer kleinen, fast nicht nachweisbaren St\u00f6rung stark verst\u00e4rken kann. <\/p>\n<p>Zum Beispiel ist es verlockend zu behaupten (und viele Leute taten es auch), dass das R\u00f6mische Reich zusammengebrochen sei, weil es von den eindringenden Barbaren \u00fcberw\u00e4ltigt wurde. Aber das ist nicht der Fall: Die Barbaren sind in ein bereits geschw\u00e4chtes R\u00f6misches Reich eingedrungen, wie die Daten deutlich zeigen.<\/p>\n<p>Was war der Strohhalm, der den wirtschaftlichen Zusammenbruch des Imperiums ausl\u00f6ste? Der wahrscheinlichste Schuldige ist die Abwertung des r\u00f6mischen Denars. Wie Sie in der Abbildung von McConnell oben sehen k\u00f6nnen (siehe die roten Punkte), hat der Silbergehalt in der Denar-M\u00fcnze in gleicher Weise nachgegeben wie die Bleiproduktion. <\/p>\n<p>Die R\u00f6mer konnten sicherlich ohne Blei \u00fcberleben, aber w\u00e4re das auch ohne die W\u00e4hrung m\u00f6glich gewesen, die das ganze System zum Funktionieren gebracht hatte? Kein Geld zu haben bedeutet, dass niemand etwas kaufen kann. Und wenn niemand etwas kauft, kann auch niemand etwas verkaufen. Und wenn niemand verkauft, produziert auch niemand. Der Zusammenbruch der Produktion von Edelmetallen k\u00f6nnte genau das Element sein, welches wir suchen: die St\u00f6rung, die dem Imperium den R\u00fccken gebrochen hat.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich war die Abwertung des Denars keine freiwillige Wahl: Es musste eine Notwendigkeit daf\u00fcr gegeben haben. Und dieser offensichtliche Faktor k\u00f6nnte die Auszehrung der Minen gewesen sein, vorausgesetzt, sie wird richtig gedeutet. <\/p>\n<p>Wir haben kaum direkte Daten \u00fcber die Produktion der r\u00f6mischen Minen, aber wir wissen, dass deren fortschreitende Ersch\u00f6pfung die R\u00f6mer gezwungen hatte, <a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/301182?seq=1#page_scan_tab_contents\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">immer tiefer und tiefer in die Adern der Edelmetalle vorzudringen<\/a>, die sie in Spanien abgebaut haben. Das erforderte immer teurere Verfahren und Ger\u00e4te. <\/p>\n<p>Das Bergbausystem wurde nach und nach zu einer f\u00fcrchterlich kostspieligen Belastung f\u00fcr die r\u00f6mische Wirtschaft, und irgendwann musste etwas nachgeben. Wir wissen nicht genau, was den R\u00fccken des r\u00f6mischen Bergbaus gebrochen hat &#8211; vielleicht eine politische Krise oder die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Antoninische_Pest\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Antoninische Pest<\/a>, doch bis zum Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. <a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/301182?seq=1#page_scan_tab_contents\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">wurden die Minen aufgegeben<\/a>. <\/p>\n<p>Die Pumpen funktionierten nicht mehr, die Sch\u00e4chte wurden mit Wasser geflutet und die Produktion von Edelmetallen eingestellt. Ohne st\u00e4ndige Versorgung mit Edelmetallen verschwand das r\u00f6mische Gold, mit dem Luxusartikel aus China gekauft wurden. Ohne Gold konnte das r\u00f6mische Wirtschaftssystem nicht funktionieren &#8211; zumindest nicht auf die gleiche Weise wie zuvor.<\/p>\n<p>Beachten Sie, dass Aufzehrung nicht dasselbe bedeutet wie wenn etwas v\u00f6llig verschwinden w\u00fcrde. Die r\u00f6mischen Minen enthielten sicherlich noch etwas wertvolles Erz als sie aufgegeben wurden. F\u00fcr die R\u00f6mer war es einfach zu teuer, es noch zu f\u00f6rdern. <\/p>\n<p>Erst viel sp\u00e4ter, im 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhundert, erm\u00f6glichte es die Verf\u00fcgbarkeit moderner Technologien, die Ausbeutung dieser alten Minen wieder aufzunehmen. Beachten Sie auch, wie anders der Fall bei der Bleiproduktion aussah: Im Sp\u00e4tmittelalter wurde weltweit mehr Blei produziert als zu Zeiten des R\u00f6mischen Reiches. Der Abbau war also kein wichtiger Faktor f\u00fcr den R\u00fcckgang der Bleiproduktion.<\/p>\n<p>Man kann also heute nachvollziehen, wie das r\u00f6mische System in einer Kaskade von mehreren Effekten versank, die durch die Ersch\u00f6pfung ihrer Edelmetallminen verursacht wurde. Sie erfolgte langsam und konnte weder von den R\u00f6mern selbst noch von modernen Historikern erkannt werden. Aber sie war unvermeidlich: Keine Mine kann in alle Ewigkeit f\u00f6rdern&#8230; <\/p>\n<p><em>aus <a href=\"https:\/\/cassandralegacy.blogspot.com\/2018\/05\/new-data-reveal-hidden-mechanisms-of.html\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Cassandra&#8217;s Legacy: New Data Reveal the Hidden Mechanisms of the Collapse of the Roman Empire<\/a><\/em><\/p>\n<p>Einer der Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr das Ende Roms ist f\u00fcr viele Apologeten der freien Marktwirtschaft die angebliche galoppierende Inflation, ausgel\u00f6st durch den Wertverlust der r\u00f6mischen W\u00e4hrung, haupts\u00e4chlich des Silber-Denars durch eine st\u00e4ndige Edelmetall-Verringerung in den M\u00fcnzen.<\/p>\n<p>Doch obwohl der Wertverlust des Denars zwischen 100 v. Chr. und 300 n. Chr. (also in 400 Jahren!!!) nahezu 95 Prozent betraf (siehe <a href=\"http:\/\/imperiumromanum.com\/wirtschaft\/wert\/wert_01.htm\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Quelle<\/a>) kann von einer Hyperinflation aufgrund des exorbitant langen Zeitraums wohl eher nicht die Rede sein. Die tats\u00e4chliche Entwertung der W\u00e4hrung d\u00fcrfte dagegen in einer \u00e4hnlichen Art und Weise wie heute erfolgt sein. <\/p>\n<p>Im Alltag der R\u00f6mer sollte sich daher diese Geldentwertung zumeist nicht wirklich bemerkbar gemacht haben. Es wird auch zu Zeiten des r\u00f6mischen Reiches \u00e4hnlich wie heute Populisten gegeben haben, die durch das Verbreiten von \u00fcbertriebenen Infla-tionswarnungen vor allem ihr eigenes Wohl im Auge hatten. <\/p>\n<p>Als Krisenanzeichen aber d\u00fcrfte diese Wertverringerung des Denars eher untauglich sein, ganz im Gegenteil k\u00f6nnten wachsende L\u00f6hne und steigende Preise auf eine immer noch zunehmende Prosperit\u00e4t hinweisen, die erst durch das Drama der nicht mehr gen\u00fcgend ertragreichen Silber- und Goldminen Spaniens einen herben D\u00e4mpfer erlitt. <\/p>\n<p>Erst der Mangel an Geld in Form von Edelmetallm\u00fcnzen brachte die Wirtschaft Roms offenbar tats\u00e4chlich zum Erliegen.   <\/p>\n<p>So sind viele <a href=\"https:\/\/fee.org\/articles\/the-fall-of-rome-and-modern-parallels\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">sch\u00f6ne Theorien \u00fcber die Inflation als Hauptschuldige<\/a> f\u00fcr den Untergang des r\u00f6mischen Reiches eher in das Reich der Fantasie zu verweisen. Stattdessen sollte man auf die Gefahren einer mit Edelmetall gedeckten W\u00e4hrung (wie etwa dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Goldstandard\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Goldstandard<\/a>) hinweisen, f\u00fcr die das Ende des Impe-rium Romanums ein bezeichnendes Beispiel darstellt.<\/p>\n<p>Begrenzt n\u00e4mlich das schlichte (Nicht-)Vorhandensein von Gold oder\/und Silber die M\u00f6glichkeiten zur Erweiterung der Geldmenge, so kann in einer wachsenden Wirtschaft (die heutigen \u00d6konomien sind nun mal darauf angewiesen, um eine Verringerung des Wohlstandes zu verhindern) irgendwann das notwendige Geld schlicht ausgehen. <\/p>\n<p>Umgekehrt bedeutet ein Schrumpfen der Geldmenge logischerweise dann auch einen R\u00fcckgang der wirtschaftlichen T\u00e4tigkeiten mit allen damit verbundenen negativen Konsequenzen (geringere Nachfrage und Ansteigen der Arbeitslosigkeit).<\/p>\n<p>Dies war \u00fcbrigens einer der Gr\u00fcnde, weshalb John Maynard Keynes den Goldstandard auch als &#8222;barbarisches&#8220; Relikt bezeichnete. Denn sowohl in der Antike als auch bis weit ins Mittelalter hinein bestimmten die Edelmetallvorr\u00e4te der Herrscher \u00fcber Krieg und Frieden. Gab das eigene Land nicht mehr gen\u00fcgend Gold und Silber her, musste es im Zweifelsfalle mit Gewalt bei den Nachbarn besorgt werden um die eigene Machtbasis zu sichern.  <\/p>\n<p>Um eben solche katastrophalen Folgen des Zu- und Abflusses von Edelmetallen zu beenden wurde letztendlich das Papier- bzw. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fiatgeld\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Fiatgeld<\/a> eingef\u00fchrt. Denn gerade die diversen Finanz- und Wirtschafts-krisen (vor allem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weltwirtschaftskrise\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">jene von 1929<\/a> haben in eindeutiger Art und Weise die Schw\u00e4chen von Gold- und Silberbindungen offengelegt. <\/p>\n<p>Und schon <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Walter_Bagehot\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Walter Bagehot<\/a> wies bereits 1873 in seinem Werk <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Lombard_Street:_A_Description_of_the_Money_Market\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Lombard Street<\/a> darauf hin, dass solche Krisen nur durch die nahezu unbegrenzte Bereit-stellung finanzieller Liquidit\u00e4t wirklich beendet werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Das r\u00f6mische Beispiel sollte auch der Europ\u00e4ischen Union eine Warnung sein, dass die derzeitig gern vollzogene Austerit\u00e4tspolitik gewaltige Risiken mit sich bringt. <\/p>\n<p>Denn Sparen bei den Staatsausgaben ist im Krisenfalle nichts anderes als die Reduzierung des zur Verf\u00fcgung stehenden Geldes. Die R\u00f6mer hatten keine andere Wahl, da ihnen die Edelmetalle f\u00fcr ihre M\u00fcnzen definitiv ausgingen, die Folge war der Untergang ihres Imperiums. <\/p>\n<p>Die Euro-Staaten heute besitzen allerdings dank moderner Geldpolitik <a href=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/update-grundlage-der-eurokrise-der-reale-innere-wert-einer-waehrung-und-seine-konsequenzen-fuer-die-eu\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">M\u00f6glichkeiten<\/a> diesem Schicksal zu entgehen. Sie m\u00fcssen nur genutzt werden&#8230;  <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Daten enth\u00fcllen die verborgenen Mechanismen des Zusammenbruchs des R\u00f6mischen Reiches. 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