Mit dem Rennrad unterwegs
Ein Renner muss her..
Seit Februar 2002 bin ich nun stolzer Besitzer eines Rennrades.Diese Entscheidung habe ich trotz gelegentlicher Terminnöte bis heute nicht bereut.
Auch mit mittlerweile zwei kleinen Kindern, die eine Menge Zeit in Anspruch nehmen, bemühe ich mich, Familie und Sport unter einen Hut zu bringen.
Hier geht's zu den Bildern von meinem Renner:

Ein völlig neues Fahrgefühl
Mit echter Begeisterung ging ich nun das Abenteuer Rennrad an.Nach einigen Eingewöhnungsproblemen, ich hatte z.B. noch nie etwas mit Clickpedalen zu tun, spulte ich die ersten Kilometer ab.
Außer den üblichen Problemen ( bei der ersten Ausfahrt haute es mich noch hin, weil ich nicht aus den Clickies kam) gewöhnte ich mich sehr schnell an das Rennrad.
Die Unterschiede zu einem normalen Rad waren noch größer als ich erwartet hatte.
Allein wegen der Schaltung an den Bremshebeln hatte sich die Investiton schon gelohnt.
Durch das geringere Gewicht und die auf schnelle Gangart zugeschnittene Übersetzung erhöhte sich
meine Durchschnittsgeschwindigkeit dramatisch.
Das geschmeidige, fast lautlose Rollen des Rades ist mit keinem anderen Bike zu vergleichen.
Kurz gesagt, ich war und bin schlichtweg begeistert.
Änderungen am Rad
Mit der Zeit kamen natürlich einige Veränderungen dazu.Die sichtbarsten sind sicherlich die im Januar 2004 erworbenen neuen Campagnolo Vento G3-Laufräder.
Nach einigem Überlegen hatte ich mich für diese Räder entschieden, vor allem weil mir das Design sehr gut gefiel.
Fahrtechnisch bringen die Ventos auch ein bißchen was, vor allem was die Spurtreue angeht.
Zwischenzeitlich hatte ich im Frühjahr 2004 einige Sitz-Probleme, die ich mit ein
wenig Sattel-Experimenten lindern wollte.
Doch weder der Flite "Titanium", den ich bei eBay ersteigerte, noch der Selle Royal "Mach",
eigentlich ein MTB-Sattel, den ich für 13 EUR kaufte,
noch der Fizik "Pavè [cp]" mit extra Geleinlage, der mich 35 EUR kostete, halfen da weiter.
Im Sommer 2005 erstand ich über das Forum der Zeitschrift "tour" einen Selle San Marco
Aspide Arrowhead mit einem Loch und einer Rille in der Mitte. Nach bisher zwei Ausfahrten
scheint dies endlich der Sattel zu sein, der meine Sitzprobleme endgültig beendet.
Mal sehen, wie dass meinem Hintern auf Dauer bekommt.
Sollte der Arrowhead weiter auf meinem Renner verbleiben, so muss aber wohl demnächst
eine neue Sattelstütze her.
Der Sattel ist auf der alten Procraft-Stütze so weit nach vorne gerutscht, dass
der Versatz der Stütze arg stört.
Gesagt, getan. Wieder über das Tour-Forum komme ich an eine nagelneue Thomson Elite
in silber mit genau den richtigen Maßen.
Die Kombination Arrowhead-Sattel und Thomson-Stütze hat sich nun schon bei einigen
Trainingsfahrten bewährt.
Dazu kam dann noch eine neue Gonso-Trägerhose mit einem deutlich besserem Sitzpolster
als in den Hosen, die ich bisher benutzt habe.
In Verbindung mit der Sitzcreme von Gonso sorgt dieses Trio nun dafür, dass ich wesentlich
komfortabler auf meinem Rad sitze und mich bedeutend besser fühle.
Auch nach längeren Ausfahrten gibt es so gut wie keine Druckstellen mehr, sodass ich
die Sitzcreme quasi nur noch präventiv verwende.
Updates Ende 2008 und April 2009
Zum Ende der Saison 2008 ersteigerte ich einen neuen weißen Selle Italia XLR-Sattel bei ebay, später kam dann noch weißes Spezialized-Lenkerband dazu.Absoluter Höhepunkt der Veränderungen an meinen Renner waren dann die Vuelta Superlite-Laufräder, die ich im April 2009 bei velo-motion.com über ebay erstanden hatte.

Trainingsalltag
In den letzten Jahren hat sich bei mir allmählich so etwas wie Routine bei der Fitnessarbeit eingestellt.Aufgrund meiner familiären Situation (Geburt des zweiten Sohnes) sind im Moment 1 bis 2 Trainingseinheiten in der Woche das Maximum. Auch lange Ausfahrten sind deshalb nicht drin.
Daher muss ich meistens mit einem Zeitrahmen von ca. einer Stunde auskommen, in der Regel schaffe ich einen Schnitt von 27-28 km/h, im Winter ist es entsprechend weniger (ca. 24-25 km/h).
Mein längster Trainingsabschnitt war bisher 61 km in knapp Zweieinviertel Stunden.
Routinemäßig benutze ich auch einen Pulsmesser zur Aufzeichnung meiner Werte während des
Trainings. Gemäß Faustformel liegt meine ideale Pulsfrequenz so zwischen 140 und 165.
Ich habe allerdings festgestellt, dass mein Puls sehr unterschiedlich sein kann, im Winter
ist er oft wesentlich höher als im Sommer. Liegt vermutlich daran, dass ich im Sommer
einfach öfter unterwegs bin und mir das warme Wetter wohl besser liegt.
Zum Glück wohnen wir verkehrstechnisch sehr günstig, ich kann also mein Training direkt vor
der Haustür beginnen.
Außerdem bin ich praktisch sofort aus dem Stadtbereich heraus und kann sehr gut einsehbare
breite Überlandstraßen benutzen. Diese sind wesentlich angenehmer zu fahren als innerstädtische
Straßen, außerdem ist hier meist das Verkehrsaufkommen nicht so groß.
Zudem bietet der Bereich zwischen Gelsenkirchen-Buer, Polsum, Langenbochum, Westerholt,
Herten und Dorsten einige interessante, abwechslungsreiche und landschaftlich schöne Streckenvarianten
mit ein paar Hügeln, sodass das Trainieren vor allem sehr viel Spaß macht.
Profi-Trikots
Echt kontrovers wird ja in Rennradler-Kreisen das Thema Profi-Trikots gesehen. Offenbar gibt es viele "Puristen", die das Tragen solcher Trikots rigoros ablehnen.Nun gut, ich zähle mich da nicht zu dieser Fraktion, eher im Gegenteil.
Ich habe eigentlich nur Teile von Profimannschaften im Schrank, da ich mich auch als
Fan eben dieses professionellen Radsports sehe.
Außerdem gefallen mir die Designs mancher Profi-Trikots einfach besser.
Meine Kollektion zur Zeit:
Winter:
US-Postal-Langarmtrikot Saison 2001
Coast-Langarmtrikot 2002 (in gelb)
Sommer:
Liberty Seguros-Trikot (ca. 2005-2007)
Kelme-Trikot (ca. 2003-2004)
US-Postal-Trikot 2003
Mal sehen, ob in der nächsten Zeit noch das eine oder andere dazu kommt, ist halt so
'ne Art Tick von mir ;-).



