Pantani ist tot


Ein schwarzer Tag für den Radsport


Am Wochenende (14.02.2004) hörte ich im Aktuellen Sportstudio eher nebenbei die Nachricht vom Tode Marco Pantanis.
Ich wollte es erst gar nicht glauben, doch die Zeitungen am Montag morgen gaben mir Gewissheit.

Einen der letzten echten Typen des Radsports gibt es nicht mehr.
Das ist schon ein echter Hammer.

Ich begann mir einige Gedanken darüber zu machen, was mir diese Meldung bedeutete.

Da ich erst 2001 zum Radsport gefunden habe, habe ich die wirklich große Zeit des kleinen Italieners verpasst.

Schon eher hängen geblieben sind mir da seine fast verzweifelt anmutenden Comeback-Versuche vor allem beim Giro 2003. Wie er mehrmals antrat, wie er am Zoncolan attackierte, sein Sturz auf der denkwürdigen 18.Etappe während der Abfahrt vom Sampeyre.
Und schließlich ein durchaus respektabler 14. Gesamtrang.

Da wuchs die Achtung für Pantani in mir, nachdem ich ihn in den Jahren vorher eher als eine Art "Kasper" gesehen hatte.

Es war aber auch nur peinlich, wie er 2002 beim Giro mit seinem kompletten Team hinter dem Hauptfeld herfuhr und seine eigenen großen Ankündigungen ad absurdum führte.

So empfinde ich es nun als schade, dass ich die große Zeit des "Piraten" nicht live miterlebt habe und nur vom Hörensagen kenne.

Zu gerne hätte ich mir seine legendäre Attacke 1998 gegen Jan Ullrich im Fernsehen angesehen, und seinen Ärger über den geschenkten Etappen-Sieg von Lance Armstrong 2000 am Ventoux miterlebt.

So bleibt mir nur, das Ende eines großen Sportlerlebens zu betrauern.

Dies tue ich hiermit, allen Doping-Gerüchten zum Trotz.

CIAO, MARCO


© by Jörg Lipinski

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