Schmerzhafter Einstieg in den Radsport
Wozu eine Krankheit gut sein kann..
Im Sommer 2001 erwischte mich aus heiterem Himmel eine sehr unangenehme Gürtelrose, die mir einen zweiwöchigen Zwangsurlaub bescherte.Zufällig waren das genau die 2 Wochen, in der die Tour de France lief. Für Radsport-Übertragungen hatte ich mich vorher eher nur mäßig interessiert, doch jetzt verfolgte ich sämtliche Live-Berichte.
Auch durch Zufall war mir einige Wochen vorher das Buch Tour des Lebens von Lance Armstrong in die Hände
gefallen, und ich hatte es mangels Alternativen vor der Tour de France gelesen.
Dadurch baute sich für mich eine Art persönliche Beziehung zu den Geschehnissen auf dem Bildschirm
auf.
Da mir das Buch sehr gut gefallen hatte und ich die Geschichte von Armstrongs Kampf gegen den Krebs
faszinierend fand, stellte sich eine etwas selsame Konstallation dar. Ich war eher für Lance Armstrong
denn für Jan Ullrich.
Außerdem hatte die Tour de France noch einen sehr ungewöhnlichen Nebeneffekt.
Zum ersten Mal überhaupt schwang ich mich für Trainingszwecke auf mein Fahrrad, welches bis dahin
die meiste Zeit im Keller gestanden hatte.
Erste Gehversuche
Also begann ich regelmäßig auf meinem Rad zu trainieren.Doch nach einiger Zeit merkte ich, daß ein City-Bike nicht unbedingt das geeignete Gerät fürs schnelle Radfahren ist.
Die ersten Umbauten folgten. Gepäckträger und Schutzbleche flogen in die Ecke, ein Flaschenhalter und ein anderer Lenker mußten her.
Außerdem mußte eine standesgemäße Kleidung her. Radhose und entsprechende Trikots wurden über eBay ersteigert. Siehe weiterführende Links.
Doch das alles war für mich noch nicht ausreichend. Höhepunkt der Basteleien war dann die Montage eines Rennradlenkers.
So gerüstet stürzte ich mich dann in meine Trainingseinheiten.



