{"id":8067294,"date":"2018-04-23T07:34:31","date_gmt":"2018-04-23T05:34:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=8067294"},"modified":"2026-03-24T09:07:17","modified_gmt":"2026-03-24T08:07:17","slug":"the-shift-amerikas-fiat-geld-verstehen-und-einsetzen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/the-shift-amerikas-fiat-geld-verstehen-und-einsetzen\/","title":{"rendered":"THE SHIFT: Amerikas Fiat-Geld verstehen und einsetzen"},"content":{"rendered":"<p>Bevor es f\u00fcr immer aus unserer Wahrnehmung verschwindet &#8211; was die schnelle Zunahme der Smartphone-Kommerzialisierung im n\u00e4chsten Jahrzehnt vermuten l\u00e4sst &#8211; sollten wir genau pr\u00fcfen, sowie eine Bestandsaufnahme machen und vollst\u00e4ndig versuchen zu verstehen, was dieses St\u00fcck Papier ist, welches wir einen US-Dollar nennen. <\/p>\n<p><center><a title=\"F\u00fcr den Autor, siehe [Public domain], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File%3AUS_%245_series_2003A_obverse.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"512\" alt=\"US $5 series 2003A obverse\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/2\/25\/US_%245_series_2003A_obverse.jpg\"\/><\/a><br \/>\n<em>F\u00fcnf-Dollar-Note von 2003<\/em><\/center><\/p>\n<p>Oder eben diesen F\u00fcnf-Dollar-Schein, den ich zur Vorbereitung auf diesen Beitrag aus meiner Brieftasche gezogen habe. Es spielt dabei allerdings keine Rolle, welchen Schein wir w\u00e4hlen: Sie haben alle die gleichen grundlegenden Informationen, die unausl\u00f6schlich auf ihr dauerhaft gefertigtes Baumwoll-Leinen-Gewebe gedruckt sind. <\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p>Der springende Punkt ist: Wenn wir dieses bestimmte St\u00fcck &#8222;Papier&#8220; nicht mehr aus unserer Tasche ziehen und untersuchen k\u00f6nnen, haben wir unsere Chance verloren zu verstehen, was ein US-Dollar tats\u00e4chlich ist &#8211; und damit auch die M\u00f6glichkeit und Hoffnung, letztendlich eine erfolgreiche, fortschrittliche und demokratische \u00d6konomie zu schaffen. <\/p>\n<p>Also, solange es sich noch in unseren Taschen bequem macht, nehmen wir es heraus und denke dar\u00fcber nach, was wir da wirklich sehen &#8211; und was das f\u00fcr unsere moderne Gesellschaft bedeutet. Mein F\u00fcnf-Dollar-Schein hat im Fokus ein kunstvolles Portr\u00e4t von Abraham Lincoln. Dies hat eine zentrale (wenn auch eher unterschwellige) Bedeutung: Er ist ein ber\u00fchmter US-Pr\u00e4sident, der die Idee unserer kollektiven Demokratie vertritt: d. h. wir w\u00e4hlen eine Regierung und geben dieser gew\u00e4hlten Regierung die Macht, uns zu &#8222;regieren&#8220; (bis wir beschlie\u00dfen, eine neue Administration zu bestimmen, die uns auf neue Weise &#8222;anf\u00fchren&#8220; soll). <\/p>\n<p>Doch wen auch immer wir w\u00e4hlen, die ganze Idee der Wahl ist, dass wir diesen Pers\u00f6nlichkeiten freiwillig die Macht geben, uns zu &#8222;regieren&#8220;, was haupts\u00e4chlich zwei Dinge bedeutet: Sie k\u00f6nnen Gesetze schaffen, denen wir folgen m\u00fcssen, und sie k\u00f6nnen Bu\u00dfgelder, Geb\u00fchren und Steuern verh\u00e4ngen, zu deren Zahlung wir gezwungen werden k\u00f6nnen. Wie ich schon sagte, das ist alles eher unterschwellig, aber trotzdem wichtig.<\/p>\n<p>Neben Lincolns linkem Ohr ist ein nationales Wasserzeichensymbol (ein Wei\u00dfkopf-seeadler) mit der k\u00fchnen Inschrift &#8222;Die Vereinigten Staaten von Amerika&#8220; aufgedruckt. Zusammengefasst bedeutet dies, dass dieses St\u00fcck Papier eine offizielle Botschaft unserer demokratisch gew\u00e4hlten souver\u00e4nen Regierung darstellt. Was genau aber ist die Botschaft? <\/p>\n<p>Zun\u00e4chst k\u00f6nnten wir allerdings auch fragen: Ist eine solche Nachricht \u00fcberhaupt notwendig? Warum konnten wir nicht einfach ein St\u00fcck Papier mit einer kunstvollen Grafik darauf haben, die es unm\u00f6glich macht, die &#8222;F\u00fcnf&#8220; darauf zu f\u00e4lschen? (Leute, die behaupten, dass Geld nur eine &#8222;Rechnungseinheit&#8220; f\u00fcr wirtschaftliche Transaktionen ist, k\u00f6nnten ein solches St\u00fcck Papier bevorzugen!) Aber solch ein St\u00fcck Papier w\u00fcrde nicht funktionieren, weil es nicht aussagen w\u00fcrde, was f\u00fcr dieses St\u00fcck Papier notwendig w\u00e4re, um tats\u00e4chlich zu &#8222;Geld&#8220; zu werden. Es w\u00e4re immer noch nur ein St\u00fcck Papier mit einer &#8222;F\u00fcnf&#8220; darauf, w\u00e4hrend mein F\u00fcnf-Dollar-Schein durch die zus\u00e4tzlichen Erkl\u00e4rungen, die offenbar notwendig sind, etwas anderes darstellt.<\/p>\n<p>Was aber bedeuten  diese zus\u00e4tzlichen Verlautbarungen? Erstens wird dieses Papier nicht nur von einem, sondern gleich von zwei Beamten der souver\u00e4nen US-Regierung unterzeichnet: Dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Treasurer_of_the_United_States\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Treasurer of the United States<\/a> und dem US-Finanzminister. Nochmal, warum \u00fcberhaupt die Notwendigkeit f\u00fcr diese Signaturen? Warum nicht nur ein St\u00fcck Papier mit einer &#8222;F\u00fcnf&#8220; darauf? Die Antwort ist die, dass dieses Papier tats\u00e4chlich einen Vertrag darstellt, der vom Finanzminister unterzeichnet und, wenn Sie so wollen, vom Treasurer der Vereinigten Staaten &#8222;notariell beglaubigt&#8220; wurde.<\/p>\n<p>Was aber beinhaltet der Vertrag? Wie bei den meisten Vertr\u00e4gen beinhaltet auch dieser ein Versprechen des Unterzeichners, etwas zu tun. Der Grund f\u00fcr den schriftlichen und unterschriebenen Vertrag ist der Schutz vor Vertragsbruch, falls der Unterzeichner das Versprechen nicht erf\u00fcllt. Das Versprechen wird im Vertrag ausdr\u00fccklich beschrieben, und wenn es nicht eingehalten wird, hat der Eigent\u00fcmer des Vertrags &#8211; die Person, an die die Zusage gemacht wurde &#8211; den gerichtlichen Rechtsweg, um den Unterzeichner zu zwingen, das Versprechen einzuhalten oder den Besitzer anderweitig entsch\u00e4digen. <\/p>\n<p>Diese Art von schriftlichen Vertr\u00e4gen werden daher allgemein auch als &#8222;Schuldscheine&#8220; bezeichnet. Und wir haben Beweise daf\u00fcr, dass unser F\u00fcnf-Dollar-Schein in der Tat einen &#8222;Schuldschein&#8220; darstellt, man muss sich nur den aufgedruckten Titel anschauen: Er nennt sich selbst &#8222;Federal Reserve Note.&#8220; Es ist n\u00e4mlich ein Versprechen der souver\u00e4nen US-Regierung (vertreten durch ihre Zentralbank, die Federal Reserve), etwas zu tun &#8211; bewilligt durch die Unterschriften des US-Treasurers und des Finanzministers, die von der demokratisch gew\u00e4hlten Regierung ernannt wurden. Deshalb wird h\u00e4ufig der Begriff &#8222;Fiat&#8220; verwendet: Meine F\u00fcnf-Dollar-Notenbanknote ist die offizielle &#8222;Erkl\u00e4rung&#8220; eines Versprechens.<\/p>\n<p>Was aber verspricht sie denn nun \u00fcberhaupt zu tun? Dies wird ausdr\u00fccklich links vom Portrait des Herrn Lincoln unter dem offiziellen Siegel des Federal Reserve Systems der Vereinigten Staaten dargelegt. Die versprochene Zusage lautet wie folgt: &#8222;DIESE NOTE IST EIN GESETZLICHES ZAHLUNGSMITTEL F\u00dcR ALLE \u00d6FFENTLICHEN UND PRIVATEN SCHULDEN.&#8220; Mit anderen Worten, mein 5-Dollar-Schuldschein kann als Bezahlung f\u00fcr eine Schuld &#8222;angeboten&#8220; werden. <\/p>\n<p>Nun, wenn ich Ihnen etwas schulde, was Sie mit f\u00fcnf Dollar bewerten, k\u00f6nnen Sie sich entscheiden, meinen F\u00fcnf-Dollar-Schein nicht als Zahlung anzunehmen, da ja nicht Sie das Versprechen abgegeben haben. Es ist nicht ihre Unterschrift auf meinem F\u00fcnf-Dollar-Schein. Sie k\u00f6nnten stattdessen verlangen, dass ich diese Schuld an sie in bunten Murmeln bezahle. Das ist ihr gutes Recht (obwohl sie wahrscheinlich doch eher den F\u00fcnfer akzeptieren w\u00fcrden). <\/p>\n<p>Die US-Regierung verf\u00fcgt jedoch rechtlich nicht \u00fcber diese Option, da sie den F\u00fcnf-Dollar-Schuldschein unterzeichnet hat. Sie hat versprochen, den F\u00fcnf-Dollar-Schein als Zahlung f\u00fcr eine Verbindlichkeit zu akzeptieren, die Sie der US-Regierung schulden. (Unausgesprochen, aber implizit in der Vereinbarung enthalten ist die Tatsache, dass das einzige, was die Regierung als Bezahlung akzeptieren wird, tats\u00e4chlich der Schuldschein ist, \u00fcber den wir gerade sprechen.)<\/p>\n<p>Doch welche Art von Forderungen k\u00f6nnten Sie der US-Regierung schulden? Nun, es gibt da eine ganze Menge an Geb\u00fchren und Bu\u00dfgelder, die ihnen aus der Konsequenz auferlegt werden, weil sie &#8222;regiert&#8220; werden, doch haupts\u00e4chlich handelt es sich bei den Verbindlichkeiten, die Sie der staatlichen Regierung st\u00e4ndig und wiederholt schulden um Steuern. Im Grunde genommen ist das Versprechen meiner F\u00fcnf-Dollar-Note (als Schuldschein), dass die US-Regierung sie f\u00fcr die Steuerzahlung akzeptieren wird. Das ist alles. Das ist der ganze Vertrag. Das ist das erkl\u00e4rte &#8222;Versprechen&#8220;.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher gab es noch eine andere Art von &#8222;Dollar&#8220;, die sich &#8222;Gold-Zertifikat&#8220; nannten. Dieses St\u00fcck Papier machte ein ganz anderes Versprechen: Es versprach, den Umtausch des Zertifikats gegen eine bestimmte Menge Goldbarren zu akzeptieren. Wenn Sie ein Goldzertifikat der US-Regierung in die H\u00e4nde bekommen k\u00f6nnen, wird die Regierung zweifellos diesen Vertrag noch immer einhalten. Aber die Federal Reserve &#8222;Fiat&#8220; Banknoten, die wir heute verwenden &#8211; die wir tats\u00e4chlich seit \u00fcber einem halben Jahrhundert ausschlie\u00dflich nutzen -, geben ein solches Versprechen nicht, oder? Sie k\u00f6nnen \u00fcberall auf Ihrem F\u00fcnf-Dollar-Schein suchen und Sie werden keinen Hinweis auf oder gar die Erw\u00e4hnung von Gold oder Silber finden.<\/p>\n<p>Das bedeutete nicht nur, dass die US-Regierung nicht mehr gen\u00fcgend Gold in ihren Tresoren behalten muss, um damit ihre Geldmenge abzusichern. Die Bedeutung liegt in einer tiefgreifenden konzeptionellen Ver\u00e4nderung (Shift) des Verst\u00e4ndnisses dar\u00fcber, was Geld eigentlich ist &#8211; und wie eine moderne, demokratische Gesellschaft dieses neue Verst\u00e4ndnis nutzen kann, um \u00f6ffentliche Bed\u00fcrfnisse anzusprechen und kollektive Ziele zu verfolgen.<\/p>\n<p>Betrachten wir zun\u00e4chst diesen &#8222;Shift&#8220; genauer. SCHRITT EINS: Die Regierung druckt kein &#8222;Geld&#8220; &#8211; sie druckt Schuldscheine (mittels Fiat gemachte Versprechen). Wir, die B\u00fcrger, wandeln diese Schuldscheine in &#8222;Geld&#8220; um, wenn wir sie als Zahlungsmittel f\u00fcr Waren und Dienstleistungen akzeptieren, die wir der souver\u00e4nen Regierung zur Verf\u00fcgung stellen. <\/p>\n<p>Warum aber sind wir dazu bereit? Weil wir st\u00e4ndig eine Verpflichtung haben, die wir der souver\u00e4nen Regierung schulden, und die wir ausschlie\u00dflich nur mit den Schuldscheinen der Regierung bezahlen k\u00f6nnen &#8211; also m\u00fcssen wir sie uns verdienen, um diese Schulden tilgen zu k\u00f6nnen. Wenn wir dieselben Schuldscheine als Zahlungsmittel f\u00fcr Waren und Dienstleistungen untereinander annehmen und akzeptieren, verst\u00e4rken wir diese Umwandlung der Schuldverschreibungen in das, was wir f\u00fcr &#8222;Geld&#8220; halten und auch als &#8222;Geld&#8220; verwenden.<\/p>\n<p>SCHRITT ZWEI: Die souver\u00e4ne Regierung muss ihre Schuldscheine erst einmal ausstellen und dann auch ausgeben, bevor sie sie als Steuerzahlungen zur\u00fccknehmen kann. Diese Emission und das Ausgeben sind entscheidend f\u00fcr das Funktionieren des gesamten Systems. Es ist offensichtlich nicht gut f\u00fcr die Regierung, Steuern von ihren B\u00fcrgern zu erheben und sich dann zu weigern, die Schuldscheine herauszugeben und in Umlauf zu bringen, die sie ben\u00f6tigen, um diese Steuern zu bezahlen.<\/p>\n<p>SCHRITT DREI: Die souver\u00e4ne Regierung kann nicht mehr Schuldscheine (als Steuerzahlungen) zur\u00fcckfordern, als sie heraus- und ausgegeben hat. Wie k\u00f6nnte es auch anders sein? Woher sollten die B\u00fcrger denn die zus\u00e4tzlichen Schuldscheine erhalten? (Die Banken k\u00f6nnen keine vom US-Finanzminister und dem US-Treasurer unterschriebenen Schuldscheine drucken.) <\/p>\n<p>Wenn die Regierung au\u00dferdem alle Schuldscheine, die sie emittiert und abgesetzt hat, zur\u00fcckerh\u00e4lt (als Steuerzahlungen) w\u00fcrden die B\u00fcrger am Ende v\u00f6llig ohne Geld auskommen m\u00fcssen, und k\u00f6nnten untereinander keine Waren und Dienstleistungen mehr kaufen oder verkaufen. Damit das System weiterhin funktionieren kann, muss die Regierung daher wesentlich weniger Schuldscheine (als Steuerzahlungen) zur\u00fcckfordern als sie urspr\u00fcnglich herausgegeben hat.<\/p>\n<p>SCHRITT VIER: Der &#8222;Shift&#8220; ist nun abgeschlossen. Wir m\u00fcssen lediglich zur\u00fcckschauen, wo wir hergekommen sind, um zu verstehen, wo wir nun sind. Wir k\u00f6nnen jetzt sehen, was f\u00fcr eine seltsame Perspektive es war, mit der wir anfingen: Wir stellten uns vor, dass die US-Regierung Steuern erheben musste bevor sie &#8222;Geld&#8220; ausgeben konnte. Noch seltsamerweise haben wir uns vorgestellt, dass, wenn die Regierung mehr Geld ausgab als sie an Steuern einsammelte, sie damit irgendwie eine Schuld schuf, die in der Zukunft &#8222;zur\u00fcckgezahlt&#8220; werden musste. Wir k\u00f6nnen jetzt auch sehen, dass heute unsere Anf\u00fchrer im Kongress &#8211; unsere demokratisch gew\u00e4hlten &#8222;Gouverneure&#8220; &#8211; immer noch an diesen beiden Annahmen festhalten und operieren, die wie wir jetzt sehen k\u00f6nnen, auf einem sehr alten und nicht mehr anwendbaren Verst\u00e4ndnis von &#8222;Geld&#8220; basieren.<\/p>\n<p>Wenn wir uns also bem\u00fchen, eine erfolgreiche, fortschrittliche und demokratische Wirtschaft zu entwickeln, ist unsere Mission jetzt klar definiert: Erstens m\u00fcssen wir diesen SHIFT im Denken jedes amerikanischen W\u00e4hlers unterst\u00fctzen &#8211; vor allem aber im Denken unserer neuen progressiven Kandidaten f\u00fcr politische \u00c4mter. Zweitens (und dies wird sehr dazu beitragen, das erste zu erleichtern), m\u00fcssen wir beginnen, uns neue, konkrete, fortschrittliche Pl\u00e4ne f\u00fcr die Herausgabe und Verwendung unserer hoheitlichen Schuldscheine vorzustellen und zu skizzieren.<\/p>\n<p>Um ein konkretes Beispiel f\u00fcr diese Art von &#8222;direkten Regierungsausgaben&#8220; zu geben, m\u00f6chte ich hier den meiner Ansicht nach ersten der progressiven Ausgabenvorschl\u00e4ge vorstellen: die Einrichtung und personelle Ausstattung sogenannter &#8222;freier&#8220; Vorschul-Ganztagesbetreuungszentren in jeder lokalen amerikanischen Gemeinschaft oder Nachbarschaft.<\/p>\n<p>Und hier wird der SHIFT so wichtig. Pr\u00e4sident Obama hat in seiner Rede zur Lage der Nation 2013 ein universelles Vorschulprogramm vorgeschlagen. Dann aber &#8222;beseitigte&#8220; er diesen Plan tats\u00e4chlich auch gleich wieder &#8211; vor SHIFT &#8211; indem er erkl\u00e4rte, sein Programm w\u00fcrde die Steuerzahler zehn Milliarden Dollar pro Jahr &#8222;kosten&#8220;. <\/p>\n<p>Doch jetzt, nach SHIFT, m\u00fcssen wir die Dinge nicht mehr so darstellen. Nun erkl\u00e4ren wir sie so: Unsere demokratisch gew\u00e4hlte souver\u00e4ne Regierung wird ihre US-Schuldscheine emittieren und daf\u00fcr ausgeben, um amerikanische B\u00fcrger zu bezahlen, die diese Vorschulbildungszentren einrichten, besetzen und betreiben, die amerikanische Familien &#8211; und amerikanische Vorschulkinder &#8211; so dringend ben\u00f6tigen. Es &#8222;kostet&#8220; dabei niemanden etwas. Die amerikanischen B\u00fcrger werden im Gegenteil daf\u00fcr bezahlt, etwas zu bauen und zu betreiben, was sie f\u00fcr erforderlich halten &#8211; vorausgesetzt, sie sind bereit, mit den Schuldscheinen der Regierung bezahlt zu werden.<\/p>\n<p><em>(Eigene \u00dcbersetzung eines <a href=\"https:\/\/neweconomicperspectives.org\/2018\/02\/shift-understanding-using-americas-fiat-money\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Blogbeitrages<\/a> des amerikanischen Architekten und wirtschaftswissen-schaftlichen Quereinsteigers J.D. Alt)<\/em><\/p>\n<p><em>PS: Bliebe nur noch darauf hinzuweisen, dass es nat\u00fcrlich Grenzen gibt f\u00fcr die Emittierung der &#8222;Schuldscheine&#8220; einer souver\u00e4nen Regierung (aka &#8222;Geld&#8220;), wie sie J.D. Alt in diesem Essay ansonsten durchaus richtigerweise fordert. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/04\/wie-viele-mythen-braucht-der-mensch\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">G\u00fcnther Grunert<\/a> erl\u00e4uterte diesen umfassenden Rahmen beispielsweise folgenderma\u00dfen:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><b>&#8230;Jedoch w\u00e4re eine nationale Regierung schlecht beraten, ihre nominalen Ausgaben so stark auszuweiten, dass deren Wachstum das Wachstum der volkswirtschaftlichen Produktionskapazit\u00e4t \u00fcbersteigt. In diesem Fall n\u00e4mlich droht Inflation.<\/b><br \/>\n&#8230;<\/p><\/blockquote>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor es f\u00fcr immer aus unserer Wahrnehmung verschwindet &#8211; was die schnelle Zunahme der Smartphone-Kommerzialisierung im n\u00e4chsten Jahrzehnt vermuten l\u00e4sst &#8211; sollten wir genau pr\u00fcfen, sowie eine Bestandsaufnahme machen und vollst\u00e4ndig versuchen zu verstehen, was dieses St\u00fcck Papier ist, welches<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[48,32,29,44,18],"class_list":["post-8067294","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-oekonomie","tag-geldtheorie","tag-schulden","tag-sparen","tag-volkswirtschaftslehre","tag-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8067294","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8067294"}],"version-history":[{"count":25,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8067294\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23127355,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8067294\/revisions\/23127355"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8067294"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8067294"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8067294"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}