{"id":7047,"date":"2013-08-30T09:05:43","date_gmt":"2013-08-30T07:05:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=7047"},"modified":"2013-08-30T09:05:43","modified_gmt":"2013-08-30T07:05:43","slug":"vuelta-tony-martin-erst-kurz-vor-dem-ziel-gestellt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/vuelta-tony-martin-erst-kurz-vor-dem-ziel-gestellt\/","title":{"rendered":"Vuelta &#8211; Tony Martin erst kurz vor dem Ziel gestellt"},"content":{"rendered":"<p>Die f\u00fcr deutsche Radsport-Fans seit dem Beginn am 24. August doch eher dahinpl\u00e4tschernde Spanien-Rundfahrt erlebte gestern einen ersten echten H\u00f6hepunkt.<br \/>\n<center><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/bilder\/sonstiges\/martin4.jpg\" width=\"408\" height=\"263\" alt=\"Zeitfahrweltmeister Tony Martin\" \/><\/center><\/p>\n<p>Der deutsche Radprofi Tony Martin, ein bekannt guter Zeitfahrer, hatte auf der 6. Etappe der Vuelta d&#8216; Espana bereits nach wenigen Kilometern eine lange Soloflucht gestartet, die er bis wenige Meter vor dem Ziel durchstand (-> <a href=\"http:\/\/www.radsport-news.com\/sport\/sportnews_83795.htm\" title=\"radsportnews.com: Martins Gala endet 25 Meter vor dem Ziel\" target=\"_blank\">radsportnews.com: Martins Gala endet 25 Meter vor dem Ziel<\/a>).<br \/>\n<!--more Weiterlesen...--><br \/>\n\u00dcber 173 einsame Kilometer lang hielt der Th\u00fcringer das Peloton auf Distanz, sein gr\u00f6\u00dfter Vorsprung betrug zwischenzeitlich 7:30 Minuten.<\/p>\n<p>Nun ist so eine lange Alleinfahrt an sich nichts Ungew\u00f6hnliches, ganz im Gegenteil kommt so etwas auf sogenannten \u00dcberf\u00fchrungsetappen bei den gro\u00dfen Rundfahrten, wenn sich die Anw\u00e4rter auf das Gesamtklassement Erholungspausen von ihren Duellen in den Bergen und bei den Zeitfahren g\u00f6nnen, \u00f6fter mal vor.<\/p>\n<p>In der Regel sind es aber dann die Helfer der Sprinter-Teams, die den oder die Ausrei\u00dfer rechtzeitig vor dem Zielstrich einfangen, um mit der Vorbreitung auf das Etappenfinale beginnen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><center><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/bilder\/sonstiges\/martin5.jpg\" width=\"408\" height=\"263\" alt=\"Tony Martin h\u00e4lt das Feld auf Distanz\" \/><\/center><\/p>\n<p>Auch gestern schien alles auf den \u00fcblichen Ablauf einer Sprintetappe hinzudeuten: 20 km vor dem Ende war Martins Vorsprung auf 45 Sekunden zusammengeschrumpft, ca. 10 km sp\u00e4ter sank er sogar zeitweilig unter 10 Sekunden.<\/p>\n<p>Was dann allerdings folgte, verschlug nicht nur den Eurosport-Moderatoren Karsten Migels und Jean-Claude Leclercq zeitweilig die Sprache.<br \/>\nDer Zeitfahrweltmeister weigerte sich schlicht, die eigentlich schon besiegelte Niederlage zu akzeptieren.<\/p>\n<p>Er drehte noch mal so richtig auf, konnte zwischenzeitlich seinen Vorsprung wieder bis auf 15 Sekunden ausbauen und lieferte ein beeindruckendes Schauspiel seiner momentanen Ausnahmestellung.<\/p>\n<p><center><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/bilder\/sonstiges\/martin6.jpg\" width=\"408\" height=\"263\" alt=\"Tony Martin\" \/><\/center><\/p>\n<p>Sicherlich profitierte er auch von der zwischenzeitlich offensichtlichen Uneinigkeit unter den Sprinter-Teams, die immer wieder mal das Tempo rausnahmen. Auch sein eigenes Team, die belgische Equipe Omega Pharma-Quick Step, tat alles, um die Aufholjagd so gut wie m\u00f6glich zu behindern.<\/p>\n<p>Trotzdem war es vor allem Tony Martins eigenes K\u00f6nnen, dass ihn immer wieder zu dem heranrasenden Feld auf Abstand gehen lie\u00df. <\/p>\n<p>Selbst als eine kleine Welle 5 Kilometer vor dem Ziel ihm offenbar auch noch die letzte Kraft aus den Beinen zu saugen schien, gab er nicht auf.<br \/>\nEr vergr\u00f6\u00dferte unbegreiflicherweise noch einmal seinen  Vorsprung und hielt das Peloton weiterhin auf Distanz. <\/p>\n<p>Erst einige Meter vor dem Zielstrich gelang es dem von seinem gro\u00dfen Zeitfahr-Konkurrenten Fabian Cancellara angef\u00fchrten Feld, ihn endlich zu stellen.<br \/>\nIn einem spannenden Sekunden-Finale konnte der D\u00e4ne Michael Morkov Tony Martin den Etappen-Sieg doch noch wegschnappen.<\/p>\n<p><center><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/bilder\/sonstiges\/finale.jpg\" width=\"408\" height=\"263\" alt=\"Tony Martin unerliegt erst kurz vor dem Ziel\" \/><\/center><\/p>\n<p>Chapeau Tony Martin, Hut ab und vielen Dank f\u00fcr ein echtes Highlight des Radsports, welches die bis dahin doch nur m\u00e4\u00dfig interessante Spanien-Rundfahrt eindeutig aufwertet.<br \/>\nDas war an Spannung kaum zu \u00fcberbieten und nat\u00fcrlich ist es sehr schade, dass seine au\u00dfergew\u00f6hnliche Leistung nicht mit dem Etappensieg belohnt wurde.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Weltmeisterschaft am 25. September in Florenz, bei der Martin seinen Zeitfahrtitel verteidigen m\u00f6chte, aber war es eine mehr als gelungene Generalprobe.<\/p>\n<p>Ach ja, nur der Vollst\u00e4ndigkeit halber: Gesamtf\u00fchrender der Vuelta ist weiterhin der Italiener Vincenzo Nibali, der bereits im Fr\u00fchjahr die Italien-Rundfahrt gewinnen konnte.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die f\u00fcr deutsche Radsport-Fans seit dem Beginn am 24. August doch eher dahinpl\u00e4tschernde Spanien-Rundfahrt erlebte gestern einen ersten echten H\u00f6hepunkt. Der deutsche Radprofi Tony Martin, ein bekannt guter Zeitfahrer, hatte auf der 6. 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