{"id":5354479,"date":"2017-04-06T07:18:19","date_gmt":"2017-04-06T05:18:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=5354479"},"modified":"2026-03-11T13:18:58","modified_gmt":"2026-03-11T12:18:58","slug":"s04-pleite-in-bremen-ohne-bentaleb-nicht-viel-los","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/s04-pleite-in-bremen-ohne-bentaleb-nicht-viel-los\/","title":{"rendered":"S04-Pleite in Bremen: ohne Bentaleb nicht viel los"},"content":{"rendered":"<p>Unfassbar, wie man ein Spiel, welches man eigentlich im Griff hatte, so noch aus den H\u00e4nden geben kann! Doch wenn man ohne Dynamik und Ideen pomadig gegen eine gut aufgelegte und eingestellte Werder-Defensive anl\u00e4uft, sollte das <a href=\"http:\/\/www.kicker.de\/news\/fussball\/bundesliga\/spieltag\/1-bundesliga\/2016-17\/27\/3317494\/spielbericht_werder-bremen-4_fc-schalke-04-2.html\" target=\"_blank\">0:3<\/a> am Ende eigentlich niemanden mehr verwundern.<\/p>\n<p><Center><a title=\"Weserstadion in Bremen von BrianKohn (selbst) [CC BY-SA 3.0 de (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/de\/deed.en), CC BY-SA 3.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0) or GFDL (http:\/\/www.gnu.org\/copyleft\/fdl.html)], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File%3AWeserstadion_panorama.JPG\"><img decoding=\"async\" width=\"512\" alt=\"Weserstadion panorama\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/a\/a6\/Weserstadion_panorama.JPG\"\/><\/a><br \/>\n<em>Innenansicht des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weserstadion\" target=\"_blank\">Weserstadions<\/a> in Bremen mit Blick auf die Osttrib\u00fcne<\/em><\/Center><\/p>\n<p>Es ist wirklich ein Kreuz mit den Leistungen der Schalker in dieser Saison. Immer wenn ich geglaubt habe, nun m\u00fcsste doch endlich einmal ein wenig Stabilit\u00e4t einkehren, folgte garantiert der n\u00e4chste R\u00fcckschlag.<\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p>So auch vorgestern beim Gastspiel in Bremen: Nach einer kurzen Druckphase der Platzherren zu Beginn \u00fcbernahmen die Blau-Wei\u00dfen optisch immer mehr das Kommando, ohne allerdings zu wirklich gef\u00e4hrlichen Abschl\u00fcssen zu kommen. Stattdessen &#8222;nutzte&#8220; man \u00fcber 60 Prozent Ballbesitz dazu, durch unsichere R\u00fcckp\u00e4sse und unsaubere Ballstafetten die Werderaner zu Kontern einzuladen, die aber zun\u00e4chst wirkungslos verpufften.<\/p>\n<p>Aufgrund der deutlich sichtbaren \u00dcberlegenheit der Schalker fiel der F\u00fchrungstreffer f\u00fcr die Hanseaten dann auch v\u00f6llig \u00fcberraschend. Werders Kapit\u00e4n Junuzovic konnte von links ungehindert flanken und f\u00fcr Rechtsverteidiger Gebre-Selassie f\u00fchlte sich im Strafraum offenbar niemand zust\u00e4ndig, sodass er ungest\u00f6rt zum Kopfball kommen konnte.<\/p>\n<p>Die Abstimmungsprobleme in der Schalker Hintermannschaft (vor allem auf der betroffenen linken Seite: Choupo-Moting griff Junuzovic \u00fcberhaupt nicht an, von Thilo Kehrer war in dieser Situation gar nichts zu sehen) trieben Trainer Markus Weinzierl, den schon kurz nach Anpfiff wenig auf seiner Bank hielt, zu verst\u00e4rkten Aktivit\u00e4ten an der Au\u00dfenlinie an.<\/p>\n<p>Doch so sehr sich der S04-\u00dcbungsleiter in seiner Coachingzone auch bem\u00fchte, die grunds\u00e4tzlichen Schwierigkeiten der Blau-Wei\u00dfen vermochte er nicht mehr zu beheben: vor allem der gelbgesperrte Algerier Nabil Bentaleb fehlte an allen Ecken und Enden. Leon Goretzka und Benjamin Stambouli vermochten auf der &#8222;Sechs&#8220; keine \u00fcberraschenden Akzente zu setzen, f\u00fcr die Bentaleb eben immer gut ist. <\/p>\n<p>Weiter vorn entt\u00e4uschte der Olympiazweite und Nationalmannschaftsanw\u00e4rter Max Meyer erneut auf seiner Lieblingsposition im Zentrum direkt hinter der Spitze. F\u00fcr seine Ambitionen und seine Anspr\u00fcche, m\u00f6glichst immer spielen zu wollen, war diese Leistung einfach viel zu d\u00fcrftig. Insgesamt brachte das Dreieck Goretzka-Stambouli-Meyer nur wenige Akzente aus dem zentralen Mittelfeld auf den Platz, zuletzt hatte das mit Bentaleb und einem vorger\u00fcckten Leon Goretzka und ohne Meyer sehr viel besser funktioniert.<\/p>\n<p>So blieben auch jegliche Impulse nach vorn Mangelware und sowohl Mittelst\u00fcrmer Guido Burgstaller als auch die beiden Au\u00dfen Choupo-Moting und Alessandro Sch\u00f6pf bekamen viel zu wenig dynamische Zuspiele. Schalkes Aufbau blieb statisch und ohne jegliche \u00dcberraschungsmomente, ein \u00e4u\u00dferst eindringliches Zeichen daf\u00fcr, wie unverzichtbar inzwischen Bentaleb geworden ist.   <\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise h\u00e4tte ein gut aufgelegter Johannes Geis mit seinen h\u00e4ufig \u00f6ffnenden Querp\u00e4ssen und langen B\u00e4llen hier Abhilfe schaffen k\u00f6nnen, doch Weinzierl vertraute offenbar mehr der k\u00e4mpferischen Komponente im defensiven Mittelfeld. Apropos Alternativen: erschreckend fand ich auch, dass der Doppelwechsel nach einer Stunde (Huntelaar f\u00fcr Choupo-Moting und Konoplyanka f\u00fcr Meyer) fast v\u00f6llig wirkungslos verpuffte und vor allem der ukrainische Fl\u00fcgelflitzer, dessen regelm\u00e4\u00dfige Nichtber\u00fccksichtigung seit der Winterpause f\u00fcr anhaltende Fan-Unruhen im Internet sorgte, nahezu unsichtbar blieb.<\/p>\n<p>Offenbar war Weinzierls Entscheidung, Konoplyanka lieber doch nicht so h\u00e4ufig aufzustellen eher richtig und sein Choupo-Moting gew\u00e4hrtes Vertrauen demnach auch nicht ganz unbegr\u00fcndet. Dazu die vielen Verletzungen (Sead Kolasinac fiel erneut aus und der Spanier Coke sollte nach einer eigentlich ordentlichen Partie gegen Dortmund noch geschont werden, von den Langzeitausf\u00e4llen und Rekonvaleszenten gar nicht zu reden) und so waren die Alternativen f\u00fcr den Trainer dann letztlich doch nur d\u00fcnn ges\u00e4t und erh\u00f6hten auch nicht wirklich die Schlagkraft der Offensive.<\/p>\n<p>Nachdem es in den letzten Wochen erfreulicherweise aufw\u00e4rts gegangen war (Siege gegen Augsburg und in Mainz, Unentschieden im Derby) und damit selbst die Euro-League-Teilnahme wieder in Reichweite zu sein schien, ist dieser erneute R\u00fcckschritt nun doppelt \u00e4rgerlich. Wieder naht jetzt ein Schl\u00fcsselspiel im Abstiegskampf (Wolfsburg liegt mit vier Z\u00e4hlern R\u00fcckstand auf Schalke auf Rang 13 der Tabelle, nur ein Punkt besser als der Relegationsplatz), welches unbedingt gewonnen werden muss. <\/p>\n<p>Und aus drei Punkten auf das internationale Gesch\u00e4ft sind nun deren sechs geworden, womit die Aussicht auf ein Erreichen des minimalen Saisonziels wieder in weite Ferne ger\u00fcckt ist. Schalke verharrt also buchst\u00e4blich im Mittelma\u00df, und ganz ehrlich: mit solchen Leistungen hat die Mannschaft auch nirgendwo anders etwas verloren!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unfassbar, wie man ein Spiel, welches man eigentlich im Griff hatte, so noch aus den H\u00e4nden geben kann! 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