{"id":4619819,"date":"2017-02-23T07:44:03","date_gmt":"2017-02-23T06:44:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=4619819"},"modified":"2017-02-23T07:44:03","modified_gmt":"2017-02-23T06:44:03","slug":"nicht-in-infrastruktur-kultur-und-wissen-zu-investieren-ist-die-belastung-die-wir-zukuenftigen-generationen-auferlegen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/nicht-in-infrastruktur-kultur-und-wissen-zu-investieren-ist-die-belastung-die-wir-zukuenftigen-generationen-auferlegen\/","title":{"rendered":"NICHT in Infrastruktur, Kultur und Wissen zu investieren IST die Belastung, die wir  zuk\u00fcnftigen Generationen auferlegen"},"content":{"rendered":"<p>Wenn wir den meisten Politikern glauben sollten, w\u00fcrden wir dabei dem falschen Eindruck unterliegen, dass eine Regierung, die heute <em>nicht<\/em> investiert, zuk\u00fcnftigen Generationen damit einen Gefallen tut. <\/p>\n<p><Center><a title=\"Bauarbeiten an der A60 N\u00e4he Mainz von Mpohl307 (Eigenes Werk) [GFDL (http:\/\/www.gnu.org\/copyleft\/fdl.html) oder CC BY-SA 3.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0)], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File%3AA60_Bauarbeiten_Mainz_2007.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"356\" alt=\"A60 Bauarbeiten Mainz 2007\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/4\/43\/A60_Bauarbeiten_Mainz_2007.jpg\/512px-A60_Bauarbeiten_Mainz_2007.jpg\"\/><\/a><br \/>\n<em>Bauarbeiten an der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bundesautobahn_60\" target=\"_blank\">Bundesautobahn A60<\/a> in der N\u00e4he von Mainz<\/em><\/Center><\/p>\n<p>Das Hinterlassen von unterentwickelten Kommunikationssystemen, schrumpfenden Stra\u00dfen- und Verkehrsnetzen, verschlechterten Bildungs- und \u00f6ffentlichen Gesundheits-systemen, erodierenden kulturellen Institutionen, stagnierenden Entwicklungen in Wissenschaft und Technik und so weiter werden die zuk\u00fcnftigen Generationen angeblich von jeder Belastung freihalten, die ihnen sonst auferlegt werden m\u00fcsste.<\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p>Wenn wir den orwellschen Neusprech der Politiker allerdings beiseite legen, ist es dagegen offensichtlich, dass heutige Investitionen in die Infrastruktur k\u00fcnftigen Generationen helfen, w\u00e4hrend das Nichtinvestieren den Menschen in der Zukunft wesentlich schlechtere Aussichten beschert. <\/p>\n<p>Es erscheint auch eindeutig, dass diese Investitionen zugunsten k\u00fcnftiger Generationen keine Reduzierung des derzeitigen eigenen Konsums erfordert, da heute viele Arbeitslose und Teilzeit-besch\u00e4ftigte Vollzeitarbeitspl\u00e4tze ben\u00f6tigen sowie Anlagen, Maschinen und andere Ger\u00e4te nicht vollst\u00e4ndig ausgelastet sind.<\/p>\n<p>Politiker behaupten nat\u00fcrlich, dass, wenn wir uns heute weigern zu investieren, Regierungen in der Zukunft gr\u00f6\u00dfere Kapazit\u00e4ten besitzen w\u00fcrden, um dies zu tun. Aber das macht \u00fcberhaupt keinen Sinn f\u00fcr eine Regierung, die eine eigene W\u00e4hrung herausgibt. Eine solche Regierung kann niemals mehr und auch nicht weniger die F\u00e4higkeit haben, das zu kaufen, was in der eigenen W\u00e4hrung zum Verkauf angeboten wird. <\/p>\n<p>Eine w\u00e4hrungsemittierende Staatsmacht kann die Produktion immer initiieren, wenn es Menschen gibt, die mehr Arbeitsstunden haben wollen und produktive Kapazit\u00e4ten im Leerlauf verharren. Wenn die Regierung dies nicht schafft, sind die verpassten M\u00f6glichkeiten f\u00fcr immer verschwunden. Diese verlorene Besch\u00e4ftigung und verpasste Produktion werden nicht f\u00fcr die Zukunft gespart. Sie verfallen einfach.<\/p>\n<p>Alles, was die Regierung erreicht, indem sie jetzt <em>nicht<\/em> investiert, ist ein <em>zuk\u00fcnftiges Defizit an Infrastruktur, Wissen und Kultur<\/em> durch die heutige Arbeitslosigkeit und Unterbesch\u00e4ftigung derjenigen, die diese Infrastruktur eigentlich entwerfen und aufbauen k\u00f6nnten. <\/p>\n<p>Mit vielen Menschen, die sich mehr Besch\u00e4ftigung w\u00fcnschen und verf\u00fcgbaren Anlagen und Maschinen, die nicht ausgelastet sind, verpassen wir heute auch das, was die \u00d6konomen als &#8222;Multiplikatoreffekte&#8220; der Infrastruktur-Investitionen bezeichnen. Einfach ausgedr\u00fcckt h\u00e4tten die Menschen, die daf\u00fcr bezahlt w\u00fcrden, um diese Infrastruktur zu bauen, heute h\u00f6here Einkommen, die dann anderswo in der Wirtschaft zus\u00e4tzliche Produktion, Besch\u00e4ftigung und Einkommen schaffen w\u00fcrden, um damit die steigende Nachfrage dieser Menschen befriedigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Investitionen in die \u00f6ffentliche Infrastruktur f\u00fchren zu einer Win-Win-Situation. Wir genie\u00dfen heute h\u00f6here Lebensstandards, w\u00e4hrend unsere Kinder und Enkel in der Zukunft eine bessere Infrastruktur erben. Doch die Politiker wollen dagegen offenbar, dass wir einen doppelten Verlust erleiden: einen niedrigeren Lebensstandard heute und verarmte Generationen morgen.<\/p>\n<p><em>(eigene \u00dcbersetzung eines <a href=\"http:\/\/heteconomist.com\/not-investing-in-infrastructure-culture-and-knowledge-is-the-burden-we-place-on-future-generations\/\" target=\"_blank\">Blogbeitrages<\/a> des australischen \u00d6konomen Peter Cooper)<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn wir den meisten Politikern glauben sollten, w\u00fcrden wir dabei dem falschen Eindruck unterliegen, dass eine Regierung, die heute nicht investiert, zuk\u00fcnftigen Generationen damit einen Gefallen tut. 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