{"id":4108175,"date":"2016-10-06T09:14:47","date_gmt":"2016-10-06T07:14:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=4108175"},"modified":"2016-10-24T10:08:35","modified_gmt":"2016-10-24T08:08:35","slug":"schalke-04-endlich-erfolgreich-mit-pressing-und-umschaltspiel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/schalke-04-endlich-erfolgreich-mit-pressing-und-umschaltspiel\/","title":{"rendered":"Schalke 04: Endlich erfolgreich mit Pressing und Umschaltspiel"},"content":{"rendered":"<p>Wenn es denn wieder einmal des Beweises bedurfte, dass der Fu\u00dfball unberechenbar ist, so lieferten die beiden West-Rivalen Schalke und M\u00f6nchengladbach am <a href=\"http:\/\/www.kicker.de\/news\/fussball\/bundesliga\/spieltag\/1-bundesliga\/2016-17\/6\/3317301\/spielanalyse_fc-schalke-04-2_borussia-mgladbach-15.html\" target=\"_blank\">letzten Sonntag<\/a> eine beredetes Beispiel.<\/p>\n<p><Center><a title=\"3-4-3 Formation von Mario Ortegon derivative work: Winniehell (Diskussion) (3-4-3.gif) [CC BY-SA 1.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/1.0), CC-BY-SA-3.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/) oder GFDL (http:\/\/www.gnu.org\/copyleft\/fdl.html)], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File%3ASoccer_formation_3-4-3.svg\"><img decoding=\"async\" width=\"206\" alt=\"Soccer formation 3-4-3\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/a\/a7\/Soccer_formation_3-4-3.svg\/256px-Soccer_formation_3-4-3.svg.png\"\/><\/a><br \/>\n<em>S04 gegen Gladbach: 3-4-3 oder 4-4-3? <\/em><\/Center><\/p>\n<p>Mir schwante nach dem doch eher m\u00e4\u00dfigen, aber immerhin mit einem ungef\u00e4hrdeten Sieg abgeschlossenen <a href=\"http:\/\/www.kicker.de\/news\/fussball\/uefa\/spielrunde\/europa-league\/2016-17\/2\/3687230\/spielanalyse_fc-schalke-04-2_rb-salzburg-964.html\" target=\"_blank\">Euro-League-Spiel gegen RB Salzburg<\/a> eigentlich noch B\u00f6ses. Denn die \u00d6sis erreichten vielleicht gerade einmal mittleres Bundesliga-Niveau und konnten daher nicht unbedingt als ein echter Pr\u00fcfstein f\u00fcr die folgende Partie gegen Gladbach gelten.<\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p>Die Elf von Trainer Andre Schubert dagegen muss als ein Ma\u00dfstab angesehen werden, wenn man sich auf Dauer im oberen Tabellendrittel der Bundesliga festsetzen will. Nach der Niederlagen-Serie der Schalker war ich mir daher keineswegs sicher, ob die Gelsenkirchener tats\u00e4chlich schon so weit sein k\u00f6nnten, um sich mit den Gladbachern auf Augenh\u00f6he zu messen. <\/p>\n<p>Ein Unentschieden oder gar einen knappen Erfolg h\u00e4tte ich deshalb sofort unterschreiben und mit Ku\u00dfhand genommen. Nie im Leben w\u00e4re mir in den Sinn gekommen, dass Schalke letztlich mit 4:0 einen solch deutlichen Sieg erreichen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist dabei aber vor allem auch die Art und Weise, wie dieses Resultat zustande gekommen ist. Nur 28 Prozent Ballbesitz f\u00fcr Schalke im eigenen Stadion, da kann man sich schon mal verwundert am Kopf kratzen. <\/p>\n<p>Optisch allerdings sah das dann doch gr\u00f6\u00dftenteils anders aus. Da die Schalker von Anfang an hoch spielten und mit drei St\u00fcrmern bzw. offensiven Mittelfeldspielern (Choupo-Moting, Goretzka und dem sehr pr\u00e4senten Breel Embolo) effektiv gegen die Gladbacher Dreierkette in der Abwehr pressten, beschr\u00e4nkte sich deren \u00dcberlegenheit beim Zugriff auf das Spielger\u00e4t \u00fcberwiegend auf Querp\u00e4sse und R\u00fcckgaben.<\/p>\n<p>Da der nominell als Linksverteidiger aufgelaufene Sead Kolasinac seine Rolle oft sehr weit aufger\u00fcckt interpretierte, ver\u00e4nderte sich das Schalker Spielsystem immer wieder situationsbedingt von einem 4-4-3 zu einem 3-4-3, mit dem die Blauen die R\u00e4ume im Mittelfeld erfolgreich zustellen konnten. <\/p>\n<p>Dieses Pressing \u00fcber den halben Platz verhinderte nahezu alle Gladbacher Offensivaktionen. Bezeichnend daf\u00fcr war die erste Torchance der Schubert-Truppe, als Alessandro Sch\u00f6pf den Kopfball von Vestergaard erst auf der Torlinie kl\u00e4ren konnte. Bis dahin waren allerdings schon 40 Minuten vergangen.  <\/p>\n<p>Besser machten es da schon die Schalker in der Anfangsphase. Mangels Ballbesitz sollten schnelle Umschaltaktionen zum Erfolg f\u00fchren, und hier konnte man bei genauem Hinsehen bereits gut erkennen, wie sich Trainer Markus Weinzierl offenbar zuk\u00fcnftig das Spiel seiner Mannschaft vorstellen will. Balleroberungen im Mittelfeld f\u00fchrten zu schnellen Gegenst\u00f6\u00dfen und einigen ersten Torchancen, doch die genauen Steilp\u00e4sse, die im zweiten Durchgang Gladbach den Todessto\u00df versetzen sollten, kamen jetzt noch nicht an.  <\/p>\n<p>Die Harmlosigkeit seiner Mannschaft machte Andre Schubert zur Halbzeit anscheinend einige Sorgen, denn er entschloss sich zu einem fast schon schicksalshaften Wechsel. F\u00fcr den bis dahin besten Mann seiner Dreier-Abwehr, den D\u00e4nen Yannik Vestergaard, brachte er mit Lars Stindl einen zus\u00e4tzlichen offensiven Mittelfeldspieler, sodass Andreas Christensen von der &#8222;6&#8220; in den Defensivriegel zur\u00fcck r\u00fccken musste.<\/p>\n<p>Unbeabsichtigt hebelte der Gladbacher \u00dcbungsleiter damit allerdings die Stabilit\u00e4t seiner Mannschaft in der R\u00fcckw\u00e4rtsbewegung auseinander. Hatte Vestergaard Breel Embolo bis dahin \u00fcberwiegend gut im Griff, so galt dies f\u00fcr Christensen, Tony Jantschke und Nico Elvedi nun \u00fcberhaupt nicht mehr. <\/p>\n<p>Auch Christoph Kramer, nun alleingelassen im defensiven Mittelfeld, bekam immer h\u00e4ufiger Probleme und ben\u00f6tigte jetzt mehrfach Hilfe, um bei den schnellen Schalker Umschaltaktionen \u00fcberhaupt noch Zugriff zu bekommen. Doch die Gladbacher Offensivleute waren nach dem Pausentee erst einmal damit besch\u00e4ftigt, Schalke ihrerseits unter Druck zu setzen.<\/p>\n<p>Und so fiel die Schalker F\u00fchrung etwas \u00fcberraschend, mitten hinein in eine Phase der optischen Gladbacher \u00dcberlegenheit, allerdings auch bedingt durch eben genau diese erh\u00f6hte Konzentration der Fohlenelf auf den Versuch, selbst in F\u00fchrung gehen zu wollen.<\/p>\n<p>Als n\u00e4mlich Eric Maxim Choupo-Moting bei einem dieser schnellen Gegenst\u00f6\u00dfe in den M\u00f6nchengladbacher Strafraum eindrang, war nur noch der eigentlich offensiv ausgerichtete Ibrahima Traor\u00e8 da, um ihn stoppen zu k\u00f6nnen. Der allerdings machte das so ungeschickt, dass Schiedsrichter Sascha Stegemann kaum etwas anderes \u00fcbrig blieb, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen.  <\/p>\n<p>Nun kippte das Spiel, weil die Blau-Wei\u00dfen energisch nachsetzten. Innerhalb von nur sechs Minuten erh\u00f6hten Leon Goretzka und Breel Embolo mit seinem ersten Bundesliga-Treffer auf 3:0, und die Gladbacher standen ungl\u00e4ubig vor den Scherben ihrer \u00dcberlegenheit.<\/p>\n<p>Bezeichnend f\u00fcr das v\u00f6llige Auseinanderbrechen der Fohlenelf waren denn auch ihre vergeblichen Versuche, \u00fcber ihren St\u00fcrmer Thorgan Hazard (der Brasilianer und Schalke-Schreck Raffael fehlte verletzt) wenigstens noch zum Anschlusstreffer zu kommen. Stattdessen spielte sich Breel Embolo mit seinem robusten Einsatz bei seinem zweiten Bundesligator zum 4:0-Endstand endg\u00fcltig in die Herzen der Schalker Fans.<\/p>\n<p>Aber bedeutet ein solch klarer Erfolg auch schon das Ende der blau-wei\u00dfen &#8222;Minikrise&#8220;? Gemach, gemach, kann man da eigentlich nur sagen. Nach der L\u00e4nderspielpause stehen mit der Ausw\u00e4rtspartie in Augsburg und der Begegnung gegen den FSV Mainz zwei interessante, aber auch nicht gerade leichte Gegner bevor.<\/p>\n<p>Interessant deshalb, weil es gegen die Ex-Vereine von Trainer Weinzierl und Sportvorstand Christian Heidel geht. Aber auch schwer, weil sowohl Augsburg als auch Mainz nicht unbedingt zu den Clubs geh\u00f6ren, die man erfolgreich &#8222;pressen&#8220; kann. Stattdessen muss man davon ausgehen, dass beide lieber den Ball abgeben und dann m\u00f6glichst selbst vielversprechend dagegen arbeiten wollen. <\/p>\n<p>Alles also noch keine Gr\u00fcnde, um unbedingt in Euphorie verfallen zu wollen. Weinzierls Mannschaft hat sich bisher gegen selbst aktive Gegner immer achtbar bis erfolgreich geschlagen, doch gegen gut organisierte, defensiv ausgerichtete und pressende Teams so ihre Probleme gehabt. Es w\u00e4re aber an der Zeit, dies gegen Augsburg und Mainz zu \u00e4ndern, wenn man vollends in die Erfolgsspur zur\u00fcck will.<\/p>\n<p>Und dann naht ja Ende des Monats schon das Derby beim BVB&#8230;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn es denn wieder einmal des Beweises bedurfte, dass der Fu\u00dfball unberechenbar ist, so lieferten die beiden West-Rivalen Schalke und M\u00f6nchengladbach am letzten Sonntag eine beredetes Beispiel. S04 gegen Gladbach: 3-4-3 oder 4-4-3? Mir schwante nach dem doch eher m\u00e4\u00dfigen,<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[12,45,21,13,25],"class_list":["post-4108175","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fc-schalke-04","tag-bundesliga","tag-europa-league","tag-fussball","tag-schalke","tag-sport"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4108175","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4108175"}],"version-history":[{"count":16,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4108175\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4117258,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4108175\/revisions\/4117258"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4108175"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4108175"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4108175"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}