{"id":325584,"date":"2014-10-28T06:55:55","date_gmt":"2014-10-28T05:55:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=325584"},"modified":"2014-10-28T06:55:55","modified_gmt":"2014-10-28T05:55:55","slug":"schalke-04-auch-mit-di-matteo-wachsen-die-baeume-offenbar-noch-nicht-in-den-himmel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/schalke-04-auch-mit-di-matteo-wachsen-die-baeume-offenbar-noch-nicht-in-den-himmel\/","title":{"rendered":"Schalke 04: Auch mit Di Matteo wachsen die B\u00e4ume offenbar noch nicht in den Himmel"},"content":{"rendered":"<p>Es hatte schon etwas Deprimierendes: als Bayer Leverkusen am Samstag in der 53. Minute durch einen Freisto\u00df von Hakan Calhanoglu in F\u00fchrung ging, war die Reaktion der Schalker: so gut wie keine.<br \/>\nZwar versuchte man nun aus der v\u00f6llig passiven Defensivformation herauszukommen, doch gef\u00e4hrlich vor das Leverkusener Tor kam man damit nicht. <\/p>\n<p><Center><a title=\"BayArena in Leverkusen by H005 (Own work) [GFDL (http:\/\/www.gnu.org\/copyleft\/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0)], via Wikimedia Commons\" href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File%3ABayArena_neu_2009.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"412\" alt=\"BayArena in Leverkusen\" src=\"\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/c\/c2\/BayArena_neu_2009.jpg\/512px-BayArena_neu_2009.jpg\"\/><\/a><\/Center><\/p>\n<p>Die Art und Weise, wie der S04 nach dem R\u00fcckstand versuchte, in den offensiven Modus umzuschalten, d\u00fcrfte nicht nur Neu-Trainer Roberto Di Matteo einige Kopfschmerzen bereitet haben. <\/p>\n<p>Sicherlich setzten sie seine zur\u00fcckhaltende Konzeption \u00fcber mehr als f\u00fcnfzig Minuten durchaus gut um, lie\u00dfen Bayer zwar einiges an Raum und Ballbesitz, aber nicht viel vor dem eigenen Tor zu. Und wenn die Bellarabi, Kie\u00dfling, Son, Calhanoglu und Co. dann doch mal durchkamen, stand da noch der wieder einmal gl\u00e4nzend aufgelegte Ralf F\u00e4hrmann im Schalker Kasten.  <\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p>Nach dem Abwehrdebakel in der Champions League gegen Sporting Lissabon hatte es Di Matteo offenbar vor allem darauf abgesehen, in der Defensive diesmal vern\u00fcnftig zu stehen. Und da die Schalker diese Vorgabe durchaus annehmbar umsetzten, sahen die Zuschauer in der BayArena eine erste Halbzeit mit Vorteilen f\u00fcr die Gastgeber, aber ohne die ganz gro\u00dfe Gefahr vor den Toren. <\/p>\n<p>Als dann allerdings der \u00fcberragende Calhanoglu w\u00e4hrend der Leverkusener Druckphase nach der Pause den F\u00fchrungstreffer f\u00fcr die Werkself erzielte, offenbarten die Blau-Wei\u00dfen erhebliche Probleme bei dem Versuch, darauf eine angemessene offensive Antwort zu finden.<\/p>\n<p>Lang und &#8222;schmutzig&#8220; nach vorn gedroschene B\u00e4lle ersetzen nun mal keinen geordneten Spielaufbau, der besonders \u00fcber die beiden Innenverteidiger H\u00f6wedes und Ayhan, aber auch \u00fcber die &#8222;Sechser&#8220; H\u00f6ger und Neust\u00e4dter nicht funktionierte.<\/p>\n<p>Chinedu Obasi, gegen die Portugiesen noch auff\u00e4lligster Offensivakteur auf dem Platz, musste kurz nach dem Gegentreffer f\u00fcr Sidney Sam weichen, obwohl er mir nicht schlechter erschien als die restlichen Schalker Angreifer. Doch auch der ehemalige Leverkusener Sam vermochte auf der rechten Seite keine wirklichen Impulse nach vorn zu setzen. <\/p>\n<p>Etwas irritiert war ich \u00fcber die Besetzung der 10er-Position: nach dem Verletzungsausfall von Kevin-Prince Boateng war klar, dass Di Matteo hier eine \u00c4nderung vornehmen musste. Doch die Hoffnung, dass Max Meyer nun endlich seine Chance von Anfang an erhalten w\u00fcrde, zerschlug sich rasch. Wie schon zeitweilig in der Champions League \u00fcbernahm Choupo-Moting die Offensiv-Zentrale.<\/p>\n<p>Doch auch das erwies als Fehlgriff, der Kameruner ging eher sang- und klanglos bei den nicht vorhandenen Schalker Angriffsbem\u00fchungen unter. Und so muss man sich so langsam die Frage stellen, was Max Meyer wohl getan haben muss, um bei Di Matteo lediglich noch die dritte oder vierte Wahl zu sein. Es scheint mir inzwischen, als w\u00e4re er der Hauptverlierer des Trainerwechsels, unter Jens Keller noch Stammspieler im offensiven Mittelfeld, nun aber zum Bankdr\u00fccker mutiert.  <\/p>\n<p>Offensichtlich passt er nicht in die bisherige Maurertaktik des neuen Trainers, dem es wohl vor allem um das Anr\u00fchren des richtigen Betons geht. Sicherlich war die wackelige Abwehr eines der Hauptprobleme, dass er von seinem Vorg\u00e4nger \u00fcbernommen hat, doch mit einem so strikt defensiv ausgerichteten Konzept kann man nun mal keine Spiele gewinnen. <\/p>\n<p>Dabei sollte man nat\u00fcrlich auch nicht vergessen, dass ein planvoller Spielaufbau auch bei Jens Keller eher nicht vorgekommen ist. Und da mit Joel Matip und Prince Boateng momentan ausgerechnet die Spieler, die bisher wenigstens f\u00fcr einige Lichtblicke in dieser Disziplin gesorgten hatten, verletzungsbedingt fehlen, werden die Defizite hier noch mehr sichtbar. <\/p>\n<p>Und selten wurde ein Jefferson Farfan, der mit seiner Schnelligkeit und Ballsicherheit auf der rechten Seite f\u00fcr st\u00e4ndige Unruhe sorge konnte, wenn offensiv gar nichts anderes mehr ging, mehr vermisst als heute. Weder Sidney Sam, dem offenbar noch immer die Formkrise aus seiner Leverkusener Zeit nachl\u00e4uft, als auch der Nigerianer Obasi k\u00f6nnen ihn bisher auf dieser Position auch nur ann\u00e4hernd ersetzen.<\/p>\n<p>Und da auch Nationalspieler Julian Draxler seit der letzten Saison best\u00e4ndig unbest\u00e4ndig auftritt, wirkt das Offensivspiel der Schalker wie zu Kellers Zeiten v\u00f6llig abh\u00e4ngig zu sein von den individuellen Leistungen der Akteure. Gegen Leverkusen reichte dies dann wieder einmal nicht aus.    <\/p>\n<p>Doch bei aller Kritik hege ich nat\u00fcrlich noch die Hoffnung auf Besserung, wie schon einmal erw\u00e4hnt kann man einfach nicht davon ausgehen, dass Di Matteo in ein paar Wochen all das bew\u00e4ltigen kann, was sein Vorg\u00e4nger in zwei Jahren nicht geschafft hat. <\/p>\n<p>Wenn man seine Aussagen f\u00fcr voll nimmt, hat er ja schon die Problematik der fehlenden Offensive durchaus erkannt, aber richtigerweise die Stabilisierung der Abwehr bisher f\u00fcr wichtiger gehalten. Da kann man ihm auch nicht wirklich widersprechen, Grundlage jeden Erfolges ist nun mal zuallererst eine stabile Defensive.<\/p>\n<p>Momentan erscheint es mir daher eher so, als w\u00fcrde Di Matteo erst einmal experimentieren, wer ihm wohl auf den offensiven Positionen am besten geeignet erscheint. Und da er nun mal keine Freundschaftsspiele daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung hat, muss das nat\u00fcrlich im laufenden Betrieb passieren. Eigentlich auch verst\u00e4ndlich, dass es da mal nicht wirklich passen mag.   <\/p>\n<p>Trotzdem sollte man ihn vielleicht noch einmal daran erinnern, dass nur Beton anr\u00fchren auf Schalke nicht ausreicht. Gegen Augsburg und auch danach in Lissabon und Freiburg wird wohl etwas mehr Initiative von den Blau-Wei\u00dfen gefordert werden. Es w\u00e4re ganz gut, wenn sie das bis dahin ein wenig besser beherrschen w\u00fcrden. <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es hatte schon etwas Deprimierendes: als Bayer Leverkusen am Samstag in der 53. Minute durch einen Freisto\u00df von Hakan Calhanoglu in F\u00fchrung ging, war die Reaktion der Schalker: so gut wie keine. 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