{"id":24444496,"date":"2026-09-05T07:00:33","date_gmt":"2026-09-05T05:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=24444496"},"modified":"2026-08-31T15:21:10","modified_gmt":"2026-08-31T13:21:10","slug":"ruestungsausgaben-gesamtwirtschaftlich-kaum-rentabel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/ruestungsausgaben-gesamtwirtschaftlich-kaum-rentabel\/","title":{"rendered":"R\u00fcstungsausgaben gesamtwirtschaftlich kaum rentabel"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Kontroverse um den fiskalischen Ausgaben-Multiplikator<\/b><br \/>\nDie R\u00fcstungsausgaben in Deutschland werden weiter in den kommenden Jah\u00adren mas\u00adsiv steigen. Nach der durch das Bundeskabinett im April vorgelegten Fi\u00adnanz\u00adpla\u00adnung ist ab dem kommenden Jahr bis 2030 ein Zuwachs der Verteidi\u00adgungs\u00adaus\u00adgaben (Einzelplan 14) um \u00fcber 610 Mrd. \u20ac geplant. <\/p>\n<p><center><a title=\"Tim Rademacher, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-4.0, CC BY-SA 4.0 &lt;https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0&gt;, via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:2026-06-05_104231_Tag_der_Bundeswehr.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"450\" alt=\"2026-06-05 104231 Tag der Bundeswehr\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/c\/c0\/2026-06-05_104231_Tag_der_Bundeswehr.jpg\/330px-2026-06-05_104231_Tag_der_Bundeswehr.jpg?utm_source=commons.wikimedia.org&#038;utm_campaign=index&#038;utm_content=thumbnail\"><\/a><br \/>\n<em>Soldaten der Bundeswehr auf einem Sch\u00fctzenpanzer Puma<br \/>\nw\u00e4hrend des Tages der Bundeswehr 2026 am Standort Munster<\/em><\/center><\/p>\n<p>\u00dcber die Mittel im Nor\u00admal\u00adhaushalt erfolgt ma\u00dfgeblich die Finanzierung durch die neuerdings in der Verfas\u00adsung festgeschriebene Ausnahmeregel f\u00fcr Verteidigungsausgaben von der Schuldenbremse. <\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p>Was an Ausga\u00adben f\u00fcr die Verteidigung plus einiger zus\u00e4tzlichen Zahlungen etwa f\u00fcr den Zivilschutz \u00fcber ein Prozent des Bruttoin\u00adlandsprodukts hin\u00adaus\u00adgeht, darf \u00fcber die im Volumen unbegrenzte Auf-nahme von Krediten finan\u00adziert wer\u00adden. Die vorgesehene Kreditaufnahme f\u00fcr diese \u201eBereichsausnah-me\u201c zur Schul\u00addenregel summiert sich nach der vorliegenden Planung von 2027 auf mehr als 470 Mrd. \u20ac bis 2030.<\/p>\n<p><b>Fiskalmultiplikator: Was ist das?<\/b><br \/>\nMit diesem per unbegrenzter Kreditaufnahme finanzierten R\u00fcstungsschub stellt sich die Frage nach dessen Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftli\u00adche Wachstumsdynamik. Im Mittelpunkt steht der aus der makro\u00f6konomischen Analyse im Umfeld von J. M. Keynes vor allem durch Richard F. Kahn 1931 ent\u00adwickelte Fiskalmultiplikator f\u00fcr kreditfinanzierte Staatsausgaben. <\/p>\n<p>Der hier her\u00adangezogene Multiplikator erfasst \u00fcber die direkte Ausgabenwirkung der \u00f6ffent\u00adlichen Investitionen auch den sich \u00fcber das Wirtschaftssystem verbreitenden indirekten Produktions- und damit Einkommenseffekt. Dabei steht der reale, also preisbereinigte Inlandsproduktanstieg im Mittelpunkt. <\/p>\n<p>Das \u201eDeutsche Insti\u00adtut f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW)\u201c hat in einer empirisch abgesicherten Studie von 2025 den Multiplikator f\u00fcr \u00f6ffentliche Investitionen auf etwa 2 gesch\u00e4tzt. Demnach wird bei einem Impuls durch \u00f6ffentliche Infrastrukturinvestitionen von 1 Mrd. \u20ac gesamtwirtschaftlich ein Zuwachs von 2 Mrd. \u20ac des Bruttoinlands\u00adprodukts erzeugt (Fu\u00dfnote 1). <\/p>\n<p>Da die generierte Wertsch\u00f6pfung \u00fcber den fiskalischen Aus\u00adgabenimpuls hinausgeht, entsteht auch Spielraum f\u00fcr die Finanzierung des Schul\u00addendienstes dieses Fiskalimpulses.<\/p>\n<p><em>Weiter <a href=\"https:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/de\/article\/10656923.ruestungsausgaben.html\" target=\"_blank\">hier<\/a><\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kontroverse um den fiskalischen Ausgaben-Multiplikator Die R\u00fcstungsausgaben in Deutschland werden weiter in den kommenden Jah\u00adren mas\u00adsiv steigen. 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