{"id":22765088,"date":"2023-07-03T07:00:54","date_gmt":"2023-07-03T05:00:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=22765088"},"modified":"2026-04-01T14:56:50","modified_gmt":"2026-04-01T12:56:50","slug":"auslaendische-direktinvestitionen-in-der-neoklassischen-theorie-des-internationalen-handels-eine-konzeptionelle-schwachstelle","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/auslaendische-direktinvestitionen-in-der-neoklassischen-theorie-des-internationalen-handels-eine-konzeptionelle-schwachstelle\/","title":{"rendered":"Ausl\u00e4ndische Direktinvestitionen in der neoklassischen Theorie des internationalen Handels: Eine konzeptionelle Schwachstelle"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Artikel analysiert die Rolle ausl\u00e4ndischer Direktinvestitionen (FDI) in der neoklassischen Handelstheorie mit einem Schwerpunkt auf der Verlagerung der Produktion in Niedriglohnl\u00e4nder. <\/p>\n<p><center><a title=\"Anton Lefterov, CC BY-SA 4.0 &lt;https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0&gt;, via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Bella-Stil.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"412\" alt=\"Bella-Stil\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/2\/2e\/Bella-Stil.jpg\"><\/a><br \/>\n<em>Bulgarien gilt als typisches europ\u00e4isches Niedriglohnland<\/em><\/center><\/p>\n<p>Die konzeptionelle Analyse zeigt, dass ausl\u00e4ndische Direktinvestitionen nicht nur eine Schwachstelle in der Theorie des komparativen Vorteils darstellen, sondern auch, dass diese mit effizienzorientierten ausl\u00e4ndischen Direktinvestitionen unvereinbar ist \u2013 mit erheblichen Auswirkungen auf die Politik. <\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p>In den Handelsmodellen nach Ricardo und Heckscher-Ohlin werden ausl\u00e4ndische Direktinvestitionen unter der Annahme einer Faktorimmobilit\u00e4t ausgeschlossen. In Modellen, in denen die Faktorimmobilit\u00e4t zugelassen wird, gibt es oft nur  einen generischen Verweis auf Kapitalimporte und -exporte, die sich auf die Faktorausstattung und damit auf den komparativen Vorteil auswirken. <\/p>\n<p>Aufgrund der Annahme, dass Inputfaktoren durch Lohn-Renten-Verh\u00e4ltnisse bestimmt werden f\u00fchrt dies zu der Bedingung, dass Unternehmen, die in fortgeschrittenen Volks-wirtschaften t\u00e4tig sind, arbeitsintensiver produzieren m\u00fcssen, wenn sie in Anlagen in Niedriglohnl\u00e4ndern investieren. <\/p>\n<p>Effizienz und marktorientierte ausl\u00e4ndische Direktinvestitionen, die produktive, kapitalintensive Produktionsweisen mit billigen Arbeitskr\u00e4ften kombinieren, um Lohn-st\u00fcckkostenunterschiede auszunutzen, sind in diesem Rahmen eine theoretische und mathematische Unm\u00f6glichkeit. <\/p>\n<p>Diese konzeptionelle Schw\u00e4che stellt die G\u00fcltigkeit herk\u00f6mmlicher entwicklungs-politischer Ans\u00e4tze in Frage, die weitgehend auf Marktliberalisierung und freie Kapitalmobilit\u00e4t setzen.<\/p>\n<p>Siehe <a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/abs\/10.1080\/08911916.2023.2186054?journalCode=mijp20\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Foreign Direct Investment in Neoclassical Theory of International Trade: A Conceptual Weak Spot<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel analysiert die Rolle ausl\u00e4ndischer Direktinvestitionen (FDI) in der neoklassischen Handelstheorie mit einem Schwerpunkt auf der Verlagerung der Produktion in Niedriglohnl\u00e4nder. 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