{"id":21722632,"date":"2023-06-20T07:00:48","date_gmt":"2023-06-20T05:00:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=21722632"},"modified":"2026-04-22T11:42:50","modified_gmt":"2026-04-22T09:42:50","slug":"history-die-gesamtwirtschaftlichen-herausforderungen-an-die-gewerkschaften-teil-3-haltepfloecke-von-papier-waehrungen-bei-freien-wechselkursen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/history-die-gesamtwirtschaftlichen-herausforderungen-an-die-gewerkschaften-teil-3-haltepfloecke-von-papier-waehrungen-bei-freien-wechselkursen\/","title":{"rendered":"History: Die gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen an die Gewerkschaften \u2013 Teil 3: \u201eHaltepfl\u00f6cke von Papier-W\u00e4hrungen bei freien Wechselkursen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem wir in <a href=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/history-die-gesamtwirtschaftlichen-herausforderungen-an-die-gewerkschaften-teil-1-festlegung-der-lohnsaetze-und-arbeitszeiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teil 1<\/a> dieser Serie die Beschr\u00e4nkung der Individualkonkurrenz der Arbeitnehmer untereinander sowie in <a href=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/history-die-gesamtwirtschaftlichen-herausforderungen-an-die-gewerkschaften-teil-2-schutzwall-gegen-menschenun-wuerdige-unterbietungskonkurrenz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teil 2<\/a> die Funktion des Schutzwalles gegen menschenunw\u00fcrdige Unterbietungskonkurrenz als wichtige fundamentale Grundpfeiler der ordnungspolitischen Legitimation der Gewerkschaften identifiziert hatten, soll hier nun auf eine sehr bedeutende makro\u00f6konomische Aufgabe der Arbeitnehmervertreter eingegangen werden. <\/p>\n<p><Center><a title=\"Gewerkschaften demonstrieren gegen Sparpolitik in NRW (2006) von User Bodoklecksel on de.wikipedia (Own work) [GFDL (http:\/\/www.gnu.org\/copyleft\/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/)], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File%3AGewdemonstration.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"412\" alt=\"Gewdemonstration\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/e\/ed\/Gewdemonstration.jpg\"\/><\/a><br \/>\n<em>Gewerkschafts-Demo gegen die Politik der Landesregierung NRW 2006<\/em><\/center><\/p>\n<p>Jeder Student der Volkswirtschaftslehre lernt schon immer, dass in M\u00e4rkten mit einem freiem Spiel von Einzelpreisen durch die Ver\u00e4nderungen realwirtschaftlicher Knappheits-relationen lediglich die Beziehungen zwischen den Geldpreisen der einzelnen Waren und Leistungen festgelegt werden. <\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p>Das absolute Niveau dieser Geldpreise (und damit auch der <b>wirkliche reale Wert<\/b> des Geldes) dagegen bleibt erst einmal unbestimmt. Der \u00d6konom <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfgang_St%C3%BCtzel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wolfgang St\u00fctzel<\/a> schrieb dazu in seinem Buch <a href=\"http:\/\/books.google.de\/books\/about\/Marktpreis_und_Menschenw%C3%BCrde.html?id=TtAtSwAACAAJ&#038;redir_esc=y\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Marktpreis und Menschenw\u00fcrde&#8220;<\/a>, dass nach den Thesen der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Klassische_National%C3%B6konomie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">klassischen National\u00f6konomie<\/a> dieses absolute Niveau aller Geldpreise ausschlie\u00dflich dadurch bestimmt w\u00fcrde, dass irgendjemand f\u00fcr eine wichtige G\u00fcterart selbstst\u00e4ndig festlegt, wie viele Geldeinheiten man f\u00fcr ein Gut dieser Art zuk\u00fcnftig aufwenden m\u00fcsse (also ein das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Preisniveau\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Preisniveau<\/a> bestimmender <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftslexikon24.com\/e\/leitpreis\/leitpreis.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Leitpreis<\/a>).<\/p>\n<p><b>Gold- und Silberstandard bestimmten den Wert der W\u00e4hrung<\/b><br \/>\nIn den Phasen der durch Edelmetalle (Gold oder Silber) gedeckten Umlaufw\u00e4hrungen entsprach dieser Leitpreis dem Preis des W\u00e4hrungsmetalls in nationalen W\u00e4hrungs-einheiten. Dies war die Zeit des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Goldstandard\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gold<\/a>&#8211; oder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Silberstandard\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Silberstandards<\/a>, bei denen der Gesetzgeber den Leitpreis national bestimmte. <\/p>\n<p>So wurde beispielsweise nach der deutschen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Inflation_1914_bis_1923\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hyperinflation<\/a> festgelegt, dass aus einem Kilogramm Feingold 279 M\u00fcnzen als 10-Markst\u00fccke mit einem Mischungsverh\u00e4ltnis von 900 Teilen Gold und 100 Teilen Kupfer zu pr\u00e4gen seien (eine 10-Mark-M\u00fcnze also einen Metallgehalt von 1\/279 kg Gold haben sollte = <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%BCnzfu%C3%9F\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;M\u00fcnzfu\u00df&#8220;<\/a>).<\/p>\n<p>Diese im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%BCnzgesetz_(Deutsches_Reich)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnzgesetz<\/a> des Deutschen Reiches vom 30. August 1924 festgehaltene Regelung verpflichtete die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reichsbank\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Reichsbank<\/a> als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zentralbank\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zentrale Notenbank<\/a> dazu, gegen eingereichte  Banknoten M\u00fcnzen mit dem entsprechenden Metallgehalt herauszugeben. <\/p>\n<p>Damals erwartete man, dass eine Ver\u00e4nderung dieses Leitpreises (also bspw. eine Verschlechterung des Verh\u00e4lt-nisses Mark je kg Gold) einen entsprechend begr\u00fcndeten Einfluss in etwa gleicher H\u00f6he auch auf alle anderen Geldpreise haben w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Doch sp\u00e4testens seit dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nixon-Schock\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Nixon-Schock&#8220;<\/a> am 15. August 1971 gibt es in der westlichen Welt keine feste W\u00e4hrungsverankerung dieser Art mehr. Dank des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bretton-Woods-System\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bretton-Woods-Systems<\/a> hatte sich die amerikanische Notenbank FED bis dahin dazu verpflichtet, gegen 35 (sp\u00e4ter 42) US-Dollar je <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feinunze\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Feinunze<\/a> Gold Dollar-Guthaben in Gold einzul\u00f6sen. Diese Zusage nahm der damalige US-Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richard_Nixon\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Richard Nixon<\/a> an jenem Tag zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Seitdem sind auch die W\u00e4hrungen der europ\u00e4ischen L\u00e4nder definitiv nur noch &#8222;Papierw\u00e4hrungen&#8220;, f\u00fcr Deutschland endeten jedwede Wechselkursfixierungen zu anderen W\u00e4hrungen sp\u00e4testens am 1. M\u00e4rz 1973, als die Bundesbank sich endg\u00fcltig weigerte, US-Dollar zu vorab festgelegten Interventionskursen aufzukaufen.<\/p>\n<p>Dies f\u00fchrte zu einer radikalen Ver\u00e4nderung der W\u00e4hrungssysteme. Nach dem Wegfall der Edelmetall-Bindung k\u00f6nnen inflation\u00e4re Steigerungen aller Preisniveaus in einer Volkswirtschaft nur noch durch andere &#8222;Haltepfl\u00f6cke&#8220; der Papierw\u00e4hrungen verhindert werden. Als einzig \u00fcbriggebliebene St\u00fctzpfeiler verbleiben damit alle diejenigen <b>Einzelpreise, die auch f\u00fcr k\u00fcnftige Zeiten vertraglich oder gesetzlich fixiert sind<\/b> (sogenannte temporale Preisfixierungen = Preise k\u00f6nnen \u00fcber mehrere Perioden nicht ge\u00e4ndert werden). <\/p>\n<p>Neben volkswirtschaftlich eher unwichtigen Preisen wie den Auszeichnungen in Versandhauskatalogen oder \u00f6ffentlich-rechtlichen Geb\u00fchren geh\u00f6ren dazu in erster Linie die durch Tarifvertr\u00e4ge auf den Arbeitsm\u00e4rkten fixierten Lohns\u00e4tze als die mit Abstand wichtigste Komponente. <\/p>\n<p>Gerade den L\u00f6hnen\/Lohneinkommen als entscheidendem Kostenanteil der Preise sowie gr\u00f6\u00dftem Bestandteil des Volkseinkommens (70 %) kommt wegen der Losl\u00f6sung aller anderen Verankerungen die Funktion der &#8222;Leitpreise&#8220; zu.  <\/p>\n<p>St\u00fctzel schrieb dazu eindeutig weiter:<\/p>\n<blockquote><p>Das weist allen f\u00fcr die Bestimmung solcher Preise zust\u00e4ndigen Stellen dieselbe Funktion zu, wie sie fr\u00fcher dem M\u00fcnzgesetzgeber zugewiesen war:<br \/>\n<b>Sie entscheiden \u00fcber den inneren Wert einer W\u00e4hrungseinheit.<\/p>\n<p>Selbst Notenbanken verm\u00f6gen mit all ihrer Zins- und Geldmengen-Politik die allenthalben in der Welt in Gang gekommenen Inflationsprozesse nur insoweit zu bremsen, soweit ihre Bremssignale von all denen, die \u00fcber die eigentlichen Leitpreise (oder \u201etranstemporalen Preisfixierungen\u201c) bestimmen, voran die Tarifpartner, tats\u00e4chlich respektiert werden.<\/b><\/p>\n<p><em>St\u00fctzel, Marktpreis und Menschenw\u00fcrde (1982), S. 83<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><b>Tarifpartner als funktionelle Nachfolger des M\u00fcnzgesetzgebers<\/b><br \/>\nMit dem Wegfall der W\u00e4hrungsbindungen an Edelmetalle und dem damit verbundenen \u00dcbergang zu einem System flexibler Papiergeldw\u00e4hrungen ging eine weitere, \u00f6konomisch sehr wichtige Aufgabe an die Gewerkschaften \u00fcber.<\/p>\n<p>Sie \u00fcbernahmen eine gravierende Zwischenfunktion in einem &#8222;Preisniveau-Steuerungsmechanismus&#8220;, dessen Bedeutung eigentlich bis heute nicht hoch genug angesiedelt werden kann und doch fast v\u00f6llig vergessen ist.<\/p>\n<p>Ohne die planm\u00e4\u00dfig vorgesehene Ausf\u00fchrung dieser Funktion wird es allen staatlichen Institutionen (bspw. der Zentralbank oder dem Finanzministerium) unm\u00f6glich gemacht, ihren verfassungsrechtlichen Auftrag der Sicherung der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Preisniveaustabilit%C3%A4t\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Preisniveaustabilit\u00e4t<\/a> \u00fcberhaupt zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Wolfgang St\u00fctzel erweiterte diese Rolle der Gewerkschaften noch:<\/p>\n<blockquote><p>In verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kleinen L\u00e4ndern mit sehr starker Au\u00dfenhandelsverflechtung haben Leitpreis\u2014Funktion (da sie<br \/>\n\u201eexogen determiniert\u201c sind) au\u00dfer den heimischen Nominall\u00f6hnen<br \/>\nvor allem die \u00fcber den Wechselkurs auf Inlandsw\u00e4hrung umgerechneten Auslandspreise der Ein- und Ausfuhrg\u00fcter.<\/p>\n<p><b>Prompt geraten die f\u00fcr die Tarifl\u00f6hne verantwortlichen Personen einschlie\u00dflich der Gewerkschaften in die Rolle der Instanzen, die in unserer Marktwirtschaft \u00fcber die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit unseres Landes mitentscheiden.<\/b><\/p>\n<p><em>St\u00fctzel, Marktpreis und Menschenw\u00fcrde (1982), S. 84<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Schon vor \u00fcber 30 Jahren wies St\u00fctzel darauf hin, dass unter Ber\u00fccksichtigung der Tatsache, dass es l\u00e4ngst nicht mehr die Preise der Edelmetalle sondern ganz andere Preise seien, die in einem Papierw\u00e4hrungssystem die Funktion der &#8222;preisniveaubestimmenden Leitpreise&#8220; \u00fcbernommen h\u00e4tten und kein Goldstandard sondern ein Wage(=Lohn)-standard den inneren Wert einer W\u00e4hrungseinheit bestimmten, womit den Gewerkschaften und somit den Tarifpartnern seitdem auch eine gewichtige Mitverantwortung f\u00fcr <b>Geldwertstabilit\u00e4t und Vollbesch\u00e4ftigung<\/b> \u00fcbertragen worden ist.<\/p>\n<p>Aus heutiger Sicht kann man auf diesen Zusammenhang, der heute nahezu vergessen ist und nur noch von Au\u00dfenseitern der Wirtschaftswissenschaften wie Heiner Flassbeck und Co. vertreten wird, nicht oft genug hinweisen. <\/p>\n<p><b>Gesamtwirtschaftliche Bedeutung der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lohnst%C3%BCckkosten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lohnst\u00fcckkosten<\/a><\/b><br \/>\nWenn man aber nun in der volkswirtschaftlichen Betrachtung letzten Endes der Ansicht Wolfgang St\u00fctzels folgt und die L\u00f6hne aufgrund obiger Analyse als den zentralen Faktor anerkennt, der neben der Fixierung der &#8222;Leitpreise&#8220; auch \u00fcber die Produktionskosten bestimmt, dann ergibt sich bei einem starken Wettbewerb zwischen den Unternehmen die Entwicklung der Angebotspreise aus dem Zusammenspiel von <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/kann-die-unabhaengige-lohnpolitik-nichts-fuer-handelsungleichgewichte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lohnentwicklung und Produktivit\u00e4tsentwicklung<\/a>, also aus dem <a href=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/zusammenhang-lohne-produktivitat-lohnstuckkosten-und-inflation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zuwachs der <b>Lohnst\u00fcckkosten<\/b><\/a>. <\/p>\n<p>Damit steht aber auch fest: Die gesamtwirtschaftlichen Lohnst\u00fcckkosten sind der Motor der gesamtwirtschaftlichen Inflationsrate, diesen Zusammenhang hatte ich schon in einem <a href=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/warum-eigentlich-sollte-die-inflation-in-der-euro-zone-in-die-lohnerhohungen-mit-einfliesen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">fr\u00fcheren Beitrag<\/a> versucht zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Da aber dann wie oben erl\u00e4utert die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Produkte, die die Unternehmen eines Landes an den internationalen M\u00e4rkten anbieten, von deren Preis abh\u00e4ngt, ist die gesamtwirtschaftliche Lohnentwicklung (und damit auch die Rolle der Gewerkschaften) nat\u00fcrlich von zentraler Bedeutung f\u00fcr die Frage, wie ein Land beim Au\u00dfenhandel abschneidet, ob es mehr exportiert als importiert (d.h. ob es einen positiven oder negativen Saldo hat) und wie sich der Saldo seiner Handelsbilanz ver\u00e4ndert. <\/p>\n<p>Findet ein gro\u00dfer Teil des internationalen Handels auch noch mit L\u00e4ndern statt, die dieselbe W\u00e4hrung haben, fallen Wechselkurs\u00e4nderungen zur Erkl\u00e4rung von Ver\u00e4nderungen in der Wettbewerbsf\u00e4higkeit weg. <\/p>\n<p>Und dann sind die gesamtwirtschaftlichen Lohnst\u00fcckkosten im Vergleich zu denen der W\u00e4hrungspartnerl\u00e4nder der wichtigste verbleibende Faktor, der dar\u00fcber entscheidet ob ein Land auf Dauer Handels\u00fcbersch\u00fcsse oder -defizite erzielt.<\/p>\n<p>Damit w\u00e4ren wir dann auch bei dem wichtigsten Grund f\u00fcr die Entstehung der Eurokrise, \u00fcber die Auswirkungen deutscher Tarifentscheidungen und falscher Wirtschaftspolitik habe ich bereits in der <a href=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/deutschland-1999-bis-2004-die-wahre-geschichte-vom-kranken-mann-europas\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geschichte vom \u201ekranken Mann\u201c Europas<\/a> geschrieben.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich gibt es auch noch einen informativen <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Heiner_Flassbeck_Folien_Braunschweig_16_05_2013_final.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Foliensatz<\/a> von Heiner Flassbeck zu diesem Themenkomplex.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem wir in Teil 1 dieser Serie die Beschr\u00e4nkung der Individualkonkurrenz der Arbeitnehmer untereinander sowie in Teil 2 die Funktion des Schutzwalles gegen menschenunw\u00fcrdige Unterbietungskonkurrenz als wichtige fundamentale Grundpfeiler der ordnungspolitischen Legitimation der Gewerkschaften identifiziert hatten, soll hier nun auf<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[33,42,34,14,16,37,44,18],"class_list":["post-21722632","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-oekonomie","tag-deflation","tag-gewerkschaft","tag-inflation","tag-lohn","tag-lohnstueckkosten","tag-stuetzel","tag-volkswirtschaftslehre","tag-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21722632","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21722632"}],"version-history":[{"count":8,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21722632\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24411224,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21722632\/revisions\/24411224"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21722632"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21722632"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21722632"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}