{"id":21520166,"date":"2022-09-26T08:39:26","date_gmt":"2022-09-26T06:39:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=21520166"},"modified":"2026-04-01T12:11:18","modified_gmt":"2026-04-01T10:11:18","slug":"zur-laenderspielpause-und-nach-dem-derby-eine-kurze-s04-zwischenbilanz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/zur-laenderspielpause-und-nach-dem-derby-eine-kurze-s04-zwischenbilanz\/","title":{"rendered":"Zur L\u00e4nderspielpause und nach dem Derby: eine kurze S04-Zwischenbilanz"},"content":{"rendered":"<p>Ein bisschen zwiesp\u00e4ltig muss das Fazit schon ausfallen nach dem <a href=\"https:\/\/www.kicker.de\/dortmund-gegen-schalke-2022-bundesliga-4781486\/analyse\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">0:1 im Revierderby<\/a> am vorletzten Wochenende. <\/p>\n<p><center><a title=\"DerHans04, CC BY-SA 3.0 DE &lt;https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/de\/deed.en&gt;, via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Signal_Iduna_Park_Panorama.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"512\" alt=\"Signal Iduna Park Panorama\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/9\/9f\/Signal_Iduna_Park_Panorama.jpg\"><\/a><br \/>\n<em>Panorama des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Signal_Iduna_Park\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Signal Iduna Parks<\/a> in Dortmund<\/em><\/center><\/p>\n<p>Sicherlich war die Defensivleistung des S04 im ersten Aufeinandertreffen mit dem gro\u00dfen Rivalen BVB seit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga schon recht ansehbar. Bis auf wenige Gro\u00dfchancen konnte man die Dortmunder recht erfolgreich vom eigenen Tor fernhalten.<\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p>Zudem vermochte Neu-Keeper Alexander Schwolow mit einigen Paraden zu gl\u00e4nzen und befand sich schon auf dem besten Weg zum Derbyhelden, bevor der BVB in Person von Youssoufa Moukoko doch noch einnetzen konnte. Dieser Treffer in der 79. Minute offenbarte dann aber auch die bisher gr\u00f6\u00dfte Schw\u00e4che der Schalker nicht nur in dieser Begegnung.<\/p>\n<p>Wer nicht in der Lage war, auch nur einen einzigen Torschuss in diesem Derby anzu-bringen, der muss sich dann auch \u00fcber berechtigte Kritik an dieser eher \u00fcbersichtlichen Offensivleistung nicht wundern. Zumal sich diese Schw\u00e4che bei dem Erarbeiten von eigenen Abschl\u00fcssen doch schon etwas wie ein roter Faden durch die bisherige Saison zieht.<\/p>\n<p>Neben den sehr geringen Phasen eigenen Ballbesitzes ist es diese Problematik, das Leder oft genug vor das gegnerische Tor zu bringen, die den Schalker Fans derzeit noch Tr\u00e4nen der Angst auf die Stirn treibt. <\/p>\n<p>F\u00fcr den Klassenerhalt in der ersten Liga erscheint es n\u00e4mlich unerl\u00e4sslich, gerade gegen die Konkurrenten auf die unteren Tabellenr\u00e4ngen gen\u00fcgend Tore zu erzielen, um die n\u00f6tigen Punkte einzufahren. Und ein Goalgetter wie Simon Terodde ben\u00f6tigt nun einmal Flanken von der Grundlinie und aus dem Halbfeld, um dabei erfolgreich sein zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Doch daf\u00fcr bedarf es mehr Ballbesitzes und einer offensiveren Spielweise, um den eigenen Zielspieler im gegnerischen Strafraum auch entsprechend einsetzen zu k\u00f6nnen. Nun, gegen Dortmund fand nicht wirklich oft der Versuch eines solchen offensiven Systems statt, eher im Gegenteil. Je l\u00e4nger das Spiel dauerte, desto mehr stellte sich n\u00e4mlich heraus, dass die Knappen entweder das 0:0 halten oder eben verlieren w\u00fcrden. <\/p>\n<p>Verst\u00e4ndlich ist diese Vorgabe des neuen Trainers Frank Kramer allerdings durchaus. Im bisher einzigen anderen Spiel gegen einen Spitzenclub der Liga (dem <a href=\"https:\/\/www.kicker.de\/schalke-gegen-union-2022-bundesliga-4781466\/analyse\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">1:6 gegen Union Berlin<\/a>), geriet n\u00e4mlich die Taktik des offensiven Gegenhaltens zu einem einzigen Desaster.<\/p>\n<p>Zugegebenerma\u00dfen geh\u00f6ren die K\u00f6penicker mit ihrem richtungsweisenden Offensivstil zu den st\u00e4rksten Mannschaften der Liga, doch der S04 lie\u00df sich in dem Bem\u00fchen, selber Akzente nach vorn mit mehr Ballbesitz zu setzen, nahezu klassisch auskontern. Ein bisschen Gl\u00fcck half den Berlinern nat\u00fcrlich auch noch, doch am Ende blieb vor allem das extrem schlechte Defensivverhalten der Knappen stehen.<\/p>\n<p>Ich nehme mal einfach zugunsten von Frank Kramer an, dass der Schalker \u00dcbungsleiter eine \u00e4hnliche Packung im prestigetr\u00e4chtigen Revierderby unter allen Umst\u00e4nden ver-meiden wollte. Daher w\u00e4hlte er die volkst\u00fcmliche Taktik, buchst\u00e4blich den Mannschafts-bus auf der Torlinie zu parken. Wie bereits oben erw\u00e4hnt ging diese Strategie \u00fcber fast 80 Minuten durchaus auf.<\/p>\n<p>Und trotzdem setzte es danach heftige Kritik f\u00fcr den S04-Coach. Unter anderem auch f\u00fcr die sehr sp\u00e4te Einwechselung des Spielmachers Rodrigo Zalazar, der in den rund ein Dutzend Minuten auf dem Platz gef\u00fchlt mehr Rabatz in Richtung des Dortmunder Tores veranstaltete als die gesamte Mannschaft bis dahin zusammen.  <\/p>\n<p>Kramer begr\u00fcndete dies mit angeblichen Fitnessm\u00e4ngeln des Uruguayers, doch erscheint schwer vorstellbar, dass Zalazar nicht doch Luft f\u00fcr zumindest eine halbe Stunde gehabt h\u00e4tte. Ein Boulevard-Blatt brachte dann nat\u00fcrlich auch gleich die Story \u00fcber ein angeb-liches Zerw\u00fcrfnis zwischen Zalazar und dem Schalke-Trainer.<\/p>\n<p>Noch aber scheint vereinsintern Ruhe das vorherrschende Gebot der Stunde zu sein. Manager Rouven Schr\u00f6der und die Vereinsikonen Gerald Asamoah und Mike B\u00fcskens sind offenbar mit dem bisher Erreichten zufrieden, auch wenn es bei den Fans schon hier oder da Unruhe geben mag.<\/p>\n<p>Auch wenn man mit allen bisherigen Entscheidungen des Trainers nicht unbedingt einverstanden sein muss, so neige ich auch eher dazu, diese vorhandenen oder auch nur angeblichen Dissonanzen zwischen Vorstand, Coach und Mannschaft nicht \u00fcber zu bewerten. Mit sechs Punkten aus 7 Spielen hat man zumindest das Minimum dessen erf\u00fcllt, was man vorher erwarten konnte.<\/p>\n<p>Durch das sp\u00e4te Ende der Transferperiode erscheint das Team noch nicht wirklich eingespielt, Neuzug\u00e4nge wie Kenan Karaman, Sepp van den Berg oder Jordan Larsson sind eigentlich noch gar nicht richtig angekommen. Aufgrund der Vielzahl an Wechseln steht da auch wie schon in der letzten Saison eine neue Mannschaft auf dem Platz, der ich durchaus noch Steigerungspotenzial zutraue.<\/p>\n<p>Kritisch kann und muss man auf die offensiven Parameter des Teams schauen. Frank Kramer hat es bisher noch nicht wirklich geschafft, den Knappen eine wirkungsvolle Strategie f\u00fcr den Angriff mitzugeben. Niedrigster Ballbesitz der Liga, \u00e4u\u00dferst wenige Torchancen, da war das Derby beim BVB so etwas wie die Zuspitzung der Probleme vor dem gegnerischen Kasten.<\/p>\n<p>Sollte der Coach es nicht schaffen, dieses Nichtvorhandensein einer Offensivtaktik irgendwie zu beseitigen, so k\u00f6nnte es schnell vorbei sein mit der Ruhe am Berger Feld. Der n\u00e4chste Gegner hei\u00dft FC Augsburg, ein Club, mit dem man sich zumindest auf Augenh\u00f6he w\u00e4hnen sollte, wenn man das Ziel des Klassenerhalts erreichen will.<\/p>\n<p>Auch die Partie danach in Leverkusen ist \u00fcberraschend zu einem Kellerduell mutiert, da die Bayer-Werkself bisher vollst\u00e4ndig hinter den Erwartungen zur\u00fcckgeblieben ist und nur Rang 15 in der Tabelle belegt. Trotzdem hat die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane eine Menge Qualit\u00e4t im Kader, sicherlich mehr als der FC Schalke 04.<\/p>\n<p>Es m\u00fcssen also irgendwie Erfolge her, um aufkommende Diskussionen \u00fcber die Erstliga-tauglichkeit von Trainer und Mannschaft im Zaume zu halten. Das w\u00e4re auch gut f\u00fcr das sprichw\u00f6rtlich nerv\u00f6se Umfeld aus Fans und Medien, die schon immer schnell murrend ihren Teil dazu beigetragen haben. <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein bisschen zwiesp\u00e4ltig muss das Fazit schon ausfallen nach dem 0:1 im Revierderby am vorletzten Wochenende. 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