{"id":21252,"date":"2014-06-07T00:02:14","date_gmt":"2014-06-06T22:02:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=21252"},"modified":"2014-06-07T00:02:14","modified_gmt":"2014-06-06T22:02:14","slug":"bevor-alle-welt-und-die-sparer-und-die-medien-meinten-geld-koenne-arbeiten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/bevor-alle-welt-und-die-sparer-und-die-medien-meinten-geld-koenne-arbeiten\/","title":{"rendered":"Bevor alle Welt (und die Sparer und die Medien) meinten, Geld k\u00f6nne arbeiten&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>war das Bankengesch\u00e4ft noch \u00fcberwiegend langweilig. Das Wirtschaftswachstum wurde stattdessen vor allem in der Realwirtschaft erzeugt.<br \/>\nDurch Kredite an Unternehmen und Verbraucher, dazu ein paar Warentermingesch\u00e4fte, ein paar Aktien&#8230; und das wars dann auch schon fast. Verschuldung f\u00fcr Investitionen sorgte daf\u00fcr, dass die Wirtschaft sich weiterentwickeln konnte.<br \/>\nDer Nachteil &#8211; hohe Renditen waren eher selten. Doch es wurden \u00fcberwiegend reale Werte erschaffen!<\/p>\n<p><center><a title=\"Bettler vor einer Bank in Fishergate, Preston (Lancashire) von Chris from Pozna\u0144, Poland (Crisis  Uploaded by russavia) [CC-BY-2.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0)], via Wikimedia Commons\" href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File%3ACrisis_(3301112034).jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"412\" alt=\"Bettler vor einer Bank in Fishergate, Preston (Lancashire)\" src=\"\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/3\/3d\/Crisis_%283301112034%29.jpg\/512px-Crisis_%283301112034%29.jpg\"\/><\/a><\/center><\/p>\n<p>Neben der steigenden Besch\u00e4ftigung wuchs auch der zu verteilende Kuchen, und das nun gesparte Geld fand sichere Anlagem\u00f6glichkeiten im Inland, w\u00e4hrend ausreichende Investitionen und Gewinne in der realen \u00d6konomie f\u00fcr ebenso sichere Renditen und Zinsen auf den Sparb\u00fcchern sorgten.<\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p>Heute hetzt man das Geld in Millisekunden um den Globus, immer schneller auf der Suche nach Anlage- und Gewinnmaximierungsm\u00f6glichkeiten, erzeugt Spekulationsblasen, verbrieft Kredite und investiert nicht mehr in ausreichendem Masse in die Realwirtschaft, weil ja die Renditen auf den Finanzm\u00e4rkten viel h\u00f6her sind&#8230;<br \/>\nwenn nicht gerade wieder mal eine Blase platzt, und alles futsch ist.<\/p>\n<p>Zudem werden in der Eurozone seit Jahren Lohnsenkungen durchgesetzt, bzw. sehr niedrige Reallohnsteigerungen unterhalb von Inflationsrate + Produktivit\u00e4tszuwachs. Neben dem Kostenfaktor wirkt das aber vor allem auf die Nachfragefunktion der Geh\u00e4lter. <\/p>\n<p>Was passiert dann, wenn dadurch die Massenkaufkraft sinkt? Die Leute haben einfach weniger Geld f\u00fcr Konsum und kaufen weniger &#8211; weniger Nachfrage, stagnierende und sinkende Preise, niedrige Inflation und drohende Deflation &#8211; keine Investitionen, keine Arbeitspl\u00e4tze = steigende Arbeitslosigkeit und weiter sinkende Kaufkraft. <\/p>\n<p>Halb S\u00fcdeuropa ist arbeitslos, die L\u00f6hne dort wurden um bis zu 50% gesenkt, in Deutschland gibt es offiziell 3 Mio. Arbeitslose &#8211; z\u00e4hlt man aber alle ungewollten Teilzeit- und Leiharbeiter und Minijobber mit, fehlen fast 7 Mio. Arbeitspl\u00e4tze &#8211; das ist die \u00fcberall fehlende Kaufkraft! <\/p>\n<p>Und wo ist das ganze Geld?<br \/>\nGenau im Finanzcasino, ohne einen sinnvollen Arbeitsplatz zu schaffen! Das Geld geh\u00f6rt in die Realwirtschaft f\u00fcr Investitionen, aber wenn Unternehmen mit Lohndumping und Steueroasen ihre Gewinne auch ohne Investitionen erh\u00f6hen k\u00f6nnen &#8211; dann investieren sie eben nicht! <\/p>\n<p>Und ohne Nachfrage und Investitionen gibt es keine realen Werte, mit denen man Gewinne und Zinsen erwirtschaften k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Geld kann nicht arbeiten, und deswegen kann es bei Massenarbeitslosigkeit auch keine h\u00f6heren Zinsen geben!<\/p>\n<p><em>(einige Gedanken aus dem Internet zur EZB-Zinsentscheidung vom Donnerstag)<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>war das Bankengesch\u00e4ft noch \u00fcberwiegend langweilig. Das Wirtschaftswachstum wurde stattdessen vor allem in der Realwirtschaft erzeugt. Durch Kredite an Unternehmen und Verbraucher, dazu ein paar Warentermingesch\u00e4fte, ein paar Aktien&#8230; und das wars dann auch schon fast. 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