{"id":20569,"date":"2014-06-04T07:20:04","date_gmt":"2014-06-04T05:20:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=20569"},"modified":"2018-03-19T07:14:12","modified_gmt":"2018-03-19T06:14:12","slug":"der-spektakulaere-aufstieg-und-fall-von-salomon-brothers","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/der-spektakulaere-aufstieg-und-fall-von-salomon-brothers\/","title":{"rendered":"Der spektakul\u00e4re Aufstieg und Fall von Salomon Brothers"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem mir am Wochenende nach langer Zeit mal wieder <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Michael_Lewis_(Autor)\" title=\"Michael Lewis (Autor) \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Michael Lewis&#8216;<\/a> ausgezeichnetes Buch <b>&#8222;Wall Street Poker&#8220;<\/b> in die H\u00e4nde gefallen ist, kam mir beim Lesen der Gedanke, mich doch ein wenig n\u00e4her mit einem der &#8222;Hauptdarsteller&#8220; zu besch\u00e4ftigen: der <b><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Investmentbank\" title=\"Investmentbank \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Investmentbank<\/a> <em><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Salomon_Brothers\" title=\"Salomon Brothers \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Salomon Brothers<\/a><\/em><\/b>.<\/p>\n<p><center><a title=\"Sign Brodway crossing Wall Street by Agamitsudo, Wikimedia Commons, Cc-by-sa-3.0 [CC-BY-3.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/3.0), CC-BY-SA-3.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0) or GFDL (http:\/\/www.gnu.org\/copyleft\/fdl.html)], via Wikimedia Commons\" href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File%3ASign_Brodway_crossing_Wall_Street.JPG\"><img decoding=\"async\" width=\"412\" alt=\"Sign Brodway crossing Wall Street\" src=\"\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/5\/58\/Sign_Brodway_crossing_Wall_Street.JPG\/512px-Sign_Brodway_crossing_Wall_Street.JPG\"\/><\/a><\/center><\/p>\n<p>Die Bank war einer der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wall_Street\" title=\"Wall Street \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Wall-Street<\/a>-Giganten des vergangenen Jahrhunderts, als sie sich auf dem H\u00f6hepunkt ihres Ruhms in den 90ern in eine Reihe von Skandalen verhedderte, die eine Rettungsma\u00dfnahme durch <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Warren_Buffett\" title=\"Warren Buffett \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Warren Buffett<\/a> und schlie\u00dflich die \u00dcbernahme durch die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Citigroup\" title=\"Citigroup \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Citigroup<\/a> notwendig machten.<\/p>\n<p>Heute ist das ber\u00fcchtigt r\u00fccksichtslose Verhalten von Salomon, so wie es Lewis in seinem Werk beschreibt, Geschichte, doch es bleibt das mahnende Beispiel f\u00fcr die Zukunft der Finanzbranche ebenso wie der in den USA noch weithin gepflegte Kult um diese Firma.<\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p>Salomon Brothers wurde 1910 von den drei Br\u00fcdern Arthur, Herbert und Percy Salomon sowie einem B\u00fcroangestellten mit einem Kapital von 5.000 Dollar gegr\u00fcndet. Mit der Hilfe ihres Vaters, der selbst als Broker arbeitete, er\u00f6ffneten sie ihr erstes Maklerb\u00fcro am Broadway nahe der Wall Street. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs beherrschten die Br\u00fcder den Markt f\u00fcr <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Staatsanleihe\" title=\"Staatsanleihe \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Staatsanleihen<\/a>.<\/p>\n<p>Dank des Notfallkreditgesetzes (Emergency Loan Act) von 1917 profitierten sie vom neu geschaffenen Handel mit sogenannten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liberty_Bond\" title=\"Liberty Bonds \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Liberty Bonds<\/a>, amerikanischen Staatsanleihen, mit denen die USA ihre Kriegsf\u00fchrung finanzierten. In den 1930er Jahren besa\u00dfen die Salomon-Br\u00fcder bereits sechs Zweigstellen im Nordosten und mittleren Westen der Vereinigten Staaten. <\/p>\n<p>Auf fallende Kurse setzend konnte die Firma den B\u00f6rsencrash 1929 und die folgende <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weltwirtschaftskrise\" title=\"Weltwirtschaftskrise \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Weltwirtschaftskrise<\/a> \u00fcberstehen, auch der Name Salomon blieb erhalten, nachdem man sich familienintern \u00fcber die Weiterf\u00fchrung der Gesch\u00e4fte geeinigt hatte.<\/p>\n<p>In den folgenden Dekaden wuchs die Firma dann weiter, in den 1960ern erweiterte sie ihre Operationen unter der F\u00fchrung des Erben Billy Salomon, dem &#8222;Golden Boy&#8220; der Familie, um eine Forschungsabteilung mit dem sp\u00e4ter als &#8222;Dr. Doom&#8220; bekannten \u00d6konomen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Henry_Kaufman\" title=\"Henry Kaufman \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Henry Kaufman<\/a>. Damals beherrschte Salomon Brothers den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bonds\" title=\"Bonds \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Bonds<\/a>-Markt so vollst\u00e4ndig, dass <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Anleihe\" title=\"Verzinsliches Wertpapier \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Anleihen<\/a> nur dann als verkaufbar galten, wenn sie \u00fcber ihre Handelsabteilung gingen. Bis zum Ende der 60er bildete die Bank gemeinsam mit <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lehman_Brothers\" title=\"Lehman Brothers \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Lehman Brothers<\/a>, <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Blyth,_Eastman_Dillon_%26_Co.\" title=\"Blyth, Eastman Dillon &#038; Co. - Wikipedia, the free encyclopedia\" target=\"_blank\">Blyth Eastman<\/a> und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Merrill_Lynch\" title=\"Merrill Lynch \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Merrill Lynch<\/a> die &#8222;Fearsome Foursome&#8220;.<\/p>\n<p><b>Und dann kam die \u00c4ra von <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/John_Gutfreund\" title=\"John Gutfreund - Wikipedia, the free encyclopedia\" target=\"_blank\">John Gutfreund<\/a>&#8230;<\/b><br \/>\nGutfreund fing bei Salomon Mitte der 1950er Jahre als Trainee in der Statistik-Abteilung an, auf Einladung seines Golfpartners Billy Salomon. Er stieg schnell auf und wurde mit nur 34 Jahren Partner, mit 49 <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chief_Executive_Officer\" title=\"Chief Executive Officer \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">CEO<\/a>.<br \/>\nUnter seiner Leitung entwickelte sich Salomon Brothers besonders innovativ auf den Anleihe-M\u00e4rkten. <\/p>\n<p>In der Folge der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%96lkrise#Die_zweite_.C3.96lkrise_1979\" title=\"Die zweite \u00d6lkrise 1979 \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Zweiten \u00d6lkrise<\/a> Anfang der 1980er Jahre bek\u00e4mpfte der damalige <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Federal_Reserve_System\" title=\"Federal Reserve System \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">FED<\/a>-Vorsitzende <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paul_Volcker\" title=\"Paul Volcker \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Paul Volcker<\/a> die herrschende <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stagflation\" title=\"Stagflation \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Stagflation<\/a>, eine volkswirtschaftliche Stagnation begleitet von hoher Inflation, mit au\u00dfergew\u00f6hnlich drakonischen Leitzinserh\u00f6hungen (zeitweilig bis \u00fcber 20 Prozent).<br \/>\nDie \u00d6lpreisexplosion, ein klassischer Angebotsschock, hatte zu einer allgemeinen abrupten Preissteigerung gef\u00fchrt, die die Gewerkschaften bei Vollbesch\u00e4ftigung dazu veranlasste, h\u00f6here Lohnforderungen zu stellen, um die Kaufkraftverluste auszugleichen. Erst durch diese Effekte bei den L\u00f6hnen kam es zu einer allgemeinen Inflationsbeschleunigung, weil es den Unternehmen gelang, diese Kostensteigerung in den Preisen weiterzugeben.<\/p>\n<p>Hier schlug dann die Stunde der monetaristisch inspirierten Notenbanken. Die Zinsen stiegen \u00fcberall auf Rekordwerte, die Investitionen und mit ihr die Konjunktur brachen ein, die Arbeitslosigkeit explodierte f\u00f6rmlich.<br \/>\nErst diese hohen Zinsen aber, die in der Folge auch noch zu starken Schwankungen neigten, machten das Anleihengesch\u00e4ft f\u00fcr Salomon richtig lukrativ. <\/p>\n<p>Denn die Kurse der dort gehandelten Bonds bewegten sich nun genauso stark auf und ab wie die Zinsen. Anleihen wurden so zu echten Spekulationsobjekten und damit zu einem riesigen Umsatzbringer f\u00fcr Salomon Brothers, jenes Unternehmen, das aufgrund seiner Geschichte die meiste Erfahrung und Sachkenntnis im Handel mit Anleihen vorweisen konnte.  Die durch die Wirtschaftskrise ebenfalls stark steigende Verschuldung der Konsumenten, Unternehmen und des amerikanischen Staates weitete die Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit der Bank zudem noch zus\u00e4tzlich gewaltig aus.<\/p>\n<p>So wurde innerhalb eines Jahrzehnts aus dem wenig prestigetr\u00e4chtigen und auch nicht besonders ertragreichen Gesch\u00e4ft des Anleihen-Tradings eine wahre &#8222;Gelddruck-Maschine&#8220;, die die Ums\u00e4tze und Gewinne der Broker in ungeahnte H\u00f6hen schie\u00dfen lie\u00df.<\/p>\n<p>In den sp\u00e4ten 80ern &#8222;erfand&#8220; dann Salomon Brothers die ersten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mortgage_Backed_Securities\" title=\"Mortgage Backed Securities \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Mortgage Backed Securities<\/a>, die sp\u00e4ter in der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Finanzkrise_ab_2007\" title=\"Finanzkrise ab 2007 \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Finanzkrise ab 2007<\/a> als <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Strukturiertes_Finanzprodukt\" title=\"Strukturiertes Finanzprodukt \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">strukturierte Finanzprodukte (Derivate)<\/a> traurige Ber\u00fchmtheit erlangen sollten.<br \/>\nZuvor war die Pfandbrief-Abteilung so etwas wie ein Stiefkind bei Salomon gewesen, da sich der Handel mit einzelnen Hypotheken als \u00e4u\u00dferst unpraktisch und unrentabel erwiesen hatte. <\/p>\n<p>Obwohl die Gesetzgeber seit den drei\u00dfiger Jahren eine ganze Reihe von Anreizen geschaffen hatten, damit die Amerikaner f\u00fcr den Bau ihrer Eigenheime Kredite aufn\u00e4hmen, und diese davon auch in hoher Zahl Gebrauch machten, blieb die Hypothekenfinanzierung lange ein Gesch\u00e4ft der Spar- und Darlehenskassen.<br \/>\nDiese Art der Schuldverschreibungen waren keine Papiere, mit denen man Handel im Stil der Wall Street betreiben wollte und konnte. Um eine Anleihe werden zu k\u00f6nnen, musste die Hypothek entpersonalisiert werden. Daf\u00fcr war es notwendig, sie mit anderen Krediten von anderen Hausbesitzern zusammenzulegen.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Lewis_Ranieri\" title=\"Lewis Ranieri - Wikipedia, the free encyclopedia\" target=\"_blank\">Lewie Ranieri<\/a>, einer der Hauptdarsteller in Michael Lewis&#8216; Buch, \u00fcbernahm 1979 die Leitung des Hypotheken- und Pfandbriefbereiches von Salomon. Mit seinem Namen ist die organisierte Verschmelzung von tausenden Hypotheken in Pools verbunden. Von diesen Krediten k\u00f6nnte dann nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit nur ein kleiner Bruchteil ausfallen. Damit war man in der Lage, Papiere auszugeben, die dem Halter einen bestimmten Anteil der durch den Pool generierten Ertr\u00e4ge garantierten. So genormt und standardisiert lie\u00df sich mit diesen Pfandbriefen auch handeln. <\/p>\n<p>Zudem profitierte die Pfandbriefabteilung zu Beginn der 90er von den Auswirkungen der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Savings-and-Loan-Krise\" title=\"Savings-and-Loan-Krise \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">amerikanischen Sparkassenkrise<\/a>, indem sie unz\u00e4hlige mit hohen Zinsen belastete Hypotheken, die die Sparkassen zuvor g\u00fcnstig aufgrund gesetzlicher Regelungen absto\u00dfen mussten, im Aufschwung des boomenden Anleihenmarktes teuer weiterverkaufen konnten.  <\/p>\n<p>Doch unter der \u00c4gide John Gutfreunds begann auch der Abstieg von Salomon Brothers.<br \/>\nDer erste Skandal fand im August 1990 statt:<br \/>\nDer Trader Paul Mozer gab \u00fcber Monate illegale Gebote bei der Versteigerung von US-Staatsanleihen ab, obwohl die vom Gesetz maximal erlaubte Quote von 35 Prozent der Anteile f\u00fcr Salomon Brothers damit \u00fcberschritten wurde. Mozers Vorgesetzter, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/John_Meriwether\" title=\"John Meriwether \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">John Meriwether<\/a> ma\u00dfregelte ihn zwar, als er von diesen Aktionen erfuhr, lie\u00df ihn aber ansonsten gew\u00e4hren.<\/p>\n<p>Bei einem zweiten Versuch folgten dann Konsequenzen: die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/United_States_Securities_and_Exchange_Commission\" title=\"United States Securities and Exchange Commission \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">amerikanische B\u00f6rsenaufsicht SEC<\/a> reagierte und belegte Salomon Brothers mit einer Rekordstrafe von 290 Millionen Dollar. Mozer wurde suspendiert und Meriwether und Gutfreund mussten die Firma 1991 verlassen. Salomon aber stand gleichzeitig am Rande des Bankrotts.<br \/>\nNeben Meriwether war auch <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Myron_S._Scholes\" title=\"Myron S. Scholes \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Myron Scholes<\/a>, damals stellvertretender Leiter der Abteilung f\u00fcr festverzinsliche Derivate, zum R\u00fccktritt gezwungen worden. Er gr\u00fcndete \u00fcbrigens sp\u00e4ter mit Meriwether <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Long-Term_Capital_Management\" title=\"Long-Term Capital Management \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Long-Term Capital Management<\/a>. Wie diese Geschichte ausging, <a href=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/vorspiel-zur-krise-long-term-capital-management-1998\/\" title=\"Vorspiel zur Krise: Long-Term Capital Management 1998 \u203a \u00d6konomie und Sport\" target=\"_blank\">wissen wir ja bereits<\/a>. <\/p>\n<p><b>Warren Buffett als Retter<\/b><br \/>\nDer Chef der Holdinggesellschaft <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berkshire_Hathaway\" title=\"Berkshire Hathaway \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Berkshire Hathaway<\/a> hatte 1987 bereits 700 Millionen Dollar in Salomon Brothers investiert, als er nach dem Ausscheiden von Gutfreund den Vorsitz der Bank \u00fcbernahm. 1997 verkaufte Buffett das Unternehmen mit einem Gewinn von 1,7 Milliarden $ an den Versicherungskonzern <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Travelers\" title=\"Travelers \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\">Travelers<\/a>, der sp\u00e4ter selbst von der Citigroup geschluckt wurde. <\/p>\n<p>Nachdem Warren Buffett Salomon verlassen hatte, \u00e4nderten sich die Verh\u00e4ltnisse in der Bank grundlegend. Das Finanzunternehmen Travelers hatte eine ganz andere Gesch\u00e4ftsauffassung und so wurde kurz nach der \u00dcbernahme ein Gro\u00dfteil der ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten volatilen Handelsaktivit\u00e4ten von Salomon Brothers eingestellt. <\/p>\n<p>Doch der Name des fr\u00fcheren Wall-Street-Giganten lebt selbst nach der Integration in den Citi-Konzern noch weiter. Ger\u00fcchten zufolge sollen auch heute noch Investoren bei der Citigroup anrufen und nach &#8222;Salomon&#8220; verlangen.<\/p>\n<p>Vergessen wird dabei allerdings oft, dass gerade diese Bank vor allem durch das skrupellose Ausnutzen der Folgen von Wirtschafts- und Finanzkrisen zu Gr\u00f6\u00dfe und zweifelhaftem Ruhm gelang.<br \/>\nSo steht denn auch der Name Salomon heute ebenfalls symptomatisch f\u00fcr s\u00e4mtliche Fehlentwicklungen eines alle Regeln und Grenzen sprengenden Finanzsystems.  <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem mir am Wochenende nach langer Zeit mal wieder Michael Lewis&#8216; ausgezeichnetes Buch &#8222;Wall Street Poker&#8220; in die H\u00e4nde gefallen ist, kam mir beim Lesen der Gedanke, mich doch ein wenig n\u00e4her mit einem der &#8222;Hauptdarsteller&#8220; zu besch\u00e4ftigen: der Investmentbank<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[42,32,29,18],"class_list":["post-20569","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-oekonomie","tag-gewerkschaft","tag-schulden","tag-sparen","tag-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20569","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20569"}],"version-history":[{"count":61,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20569\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1804696,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20569\/revisions\/1804696"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20569"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20569"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20569"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}