{"id":1999564,"date":"2015-10-05T08:45:47","date_gmt":"2015-10-05T06:45:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=1999564"},"modified":"2016-10-24T10:07:34","modified_gmt":"2016-10-24T08:07:34","slug":"schalke-04-jede-serie-endet-leider-irgendwann","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/schalke-04-jede-serie-endet-leider-irgendwann\/","title":{"rendered":"Schalke 04: Jede Serie endet leider irgendwann&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Nun denn, da wurde es dann also nichts mit einem neuen Vereinsrekord. Nach sechs Siegen in Folge war es ausgerechnet der 1. FC K\u00f6ln, der die erfolgreiche Serie der Schalker unterbrach und die Mannschaft von Trainer Andr\u00e8 Breitenreiter wieder auf den Boden der Realit\u00e4t zur\u00fcckbrachte.<\/p>\n<p><Center><a title=\"Fahne des 1. FC K\u00f6ln von Danny Steaven (Eigenes Werk) [CC BY 1.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/1.0)], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File%3ACologne041.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"368\" alt=\"Cologne041\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/5\/59\/Cologne041.jpg\/512px-Cologne041.jpg\"\/><\/a><\/center><\/p>\n<p>Aufgrund der relativ komfortablen Tabellensituation (auch nach diesem Spieltag bleibt der S04 Dritter mit noch 2 Punkten Vorsprung) erscheint diese Niederlage zwar als verschmerzbar, aber gerade die Art und Weise tat dann doch besonders weh.<\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p>Klassisch ausgekontert fiel das Ergebnis letztlich etwas zu hoch aus, allerdings waren die Tore zwei und drei vor allem die logische Folge taktischer Ma\u00dfnahmen des Trainer-Teams, indem mit der Herausnahme von Leon Goretzka und Roman Neust\u00e4dter die Abwehr im Bem\u00fchen um den Ausgleichstreffer weitestgehend entbl\u00f6\u00dft wurde.  <\/p>\n<p>Breitenreiter versuchte mit Eric-Maxim Choupo-Moting und Pierre-Emile Hojbjerg die Brechstange auszupacken, nachdem es 66 (bzw. 78) Minuten zuvor gegen eine ausgesprochen clever verteidigende K\u00f6lner Mannschaft kein Durchkommen gab. Mit dem Pausenpfiff hatte der franz\u00f6sische Sto\u00dfst\u00fcrmer Anthony Modeste zuvor einen der K\u00f6lner Konter zum 0:1 abgeschlossen und damit mitten in die Schalker Herrlichkeit getroffen.<\/p>\n<p>Schalke fand einfach keine Mittel gegen einen sehr gekonnt agierenden rheinischen Defensivverbund, der sehr kompakt stand und den letzten pr\u00e4zisen Pass in die Spitze zumeist effektiv unterbinden konnte. K\u00f6lns Trainer Peter St\u00f6ger hatte sich zudem offenbar die letzten erfolgreichen Spiele der Gelsenkirchener genau angesehen und daraus seine Schl\u00fcsse gezogen.<\/p>\n<p>Die beiden blau-wei\u00dfen Aufbauspieler Johannes Geis und Joel Matip, die zuvor oft mit gut durchdachten P\u00e4ssen gegl\u00e4nzt hatten, wurden immer wieder von den K\u00f6lner Spitzen angelaufen und so erheblich in ihrem Aktionsradius eingeengt. Blieb nur noch der zweite Innenverteidiger Roman Neust\u00e4dter aus dem Schalker Defensivtrio, der aber trotz reichlicher Freir\u00e4ume nicht viel mit dem Ball anzufangen wusste.      <\/p>\n<p>Weiter verteidigten die K\u00f6lner auch ungeheuer effektiv gegen die hoch aufr\u00fcckenden Gelsenkirchener Au\u00dfenverteidiger Junior Caicara und Dennis Aogo, sodass pr\u00e4zise Flanken von den Au\u00dfenbahnen echte Mangelware blieben. Der Weg durch die Mitte erwies sich f\u00fcr Goretzka, Max Meyer und Leroy San\u00e9 derweil gegen die vielbeinige Abwehr h\u00e4ufig als Sackgasse, und da auch die individuellen F\u00e4higkeiten der Schalker Offensivakteure diesmal nicht weiterhalfen, blieben wirkliche Chancen gr\u00f6\u00dftenteils aus.<\/p>\n<p>Wenig in Szene setzen konnten sich daher auch die beiden St\u00fcrmer der Blauen, w\u00e4hrend der in der Europa League zuletzt dreifach erfolgreiche Franco di Santo nur mit einem pr\u00e4zisen Querpass auf Leroy San\u00e8 auffiel, traf Klaas-Jan Huntelaar lediglich einmal das Au\u00dfennetz. Viel zu wenig, um den 1. FC ernsthaft in Verlegenheit bringen zu k\u00f6nnen.  <\/p>\n<p>K\u00f6ln dagegen agierte weitaus geschickter, nutzte Schalker Unsauberkeiten immer wieder zu gef\u00e4hrlichen Kontern und hielt damit das Spiel lange offen, ehe Modeste kurz vor dem Pausenpfiff eiskalt vollstreckte. Die beiden anderen Treffer der Rheinl\u00e4nder fielen dann in der Schlussphase der Begegnung, als das vergebliche Bem\u00fchen um den Ausgleich fast zur Aufl\u00f6sung der zuletzt doch so guten Schalker Abwehr f\u00fchrte. <\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz war der K\u00f6lner Erfolg letztendlich verdient, hatte doch deren Coach ein sehr effektives Mittel gegen das &#8222;System Breitenreiter&#8220; gefunden, welches seine Mannschaft zudem nahezu fehlerlos umsetzen konnte.   <\/p>\n<p>F\u00fcr Schalke bleibt dagegen eine bittere, wenn auch nicht wirklich schmerzhafte Niederlage. Sicherlich, nach zwei Pleiten gegen die Rheinl\u00e4nder in der letzten Saison w\u00e4re eine gelungene Revanche schon eine gewisse Genugtuung gewesen. Doch bevor ein neuer Rekord mit sieben Siegen in Folge und ein zweiter Tabellenplatz (Dortmund verlor gegen Bayern M\u00fcnchen und mit drei Punkten w\u00e4ren wir vorbeigezogen) die Erwartungen rund um den Schalker Markt (wieder einmal) ins Unermessliche gesteigert h\u00e4tten, kommt ein solcher D\u00e4mpfer genau zur richtigen Zeit.    <\/p>\n<p>Bayern-J\u00e4ger Nummer Eins w\u00e4re ein Pr\u00e4dikat gewesen, welches f\u00fcr diese Mannschaft einfach noch einige Nummern zu gro\u00df w\u00e4re. Stattdessen sollte ein solcher Warnschuss genutzt werden, die noch vorhandenen eigenen Schw\u00e4chen abzustellen und weiter konzentriert zu arbeiten. Denn es bleibt meiner Ansicht nach dabei, der eingeschlagene Weg f\u00fchrt in die richtige Richtung und er muss weiter beschritten werden. Die wirklich heftigen Gegner kommen dagegen erst noch&#8230;  <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun denn, da wurde es dann also nichts mit einem neuen Vereinsrekord. 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