{"id":118720,"date":"2014-08-24T00:03:13","date_gmt":"2014-08-23T22:03:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/?p=118720"},"modified":"2026-04-16T15:14:59","modified_gmt":"2026-04-16T13:14:59","slug":"der-lautenbach-plan-1931-teil-1-geld-und-kreditpolitik-der-weimarer-republik-in-der-weltwirtschaftskrise","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/der-lautenbach-plan-1931-teil-1-geld-und-kreditpolitik-der-weimarer-republik-in-der-weltwirtschaftskrise\/","title":{"rendered":"Der Lautenbach-Plan 1931 &#8211; Teil 1: Geld- und Kreditpolitik der Weimarer Republik in der Weltwirtschaftskrise"},"content":{"rendered":"<p>Die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs sowie die Erfahrungen mit der Einf\u00fchrung der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rentenmark\" title=\"Rentenmark \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rentenmark<\/a> nach dem Desaster der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Inflation_1914_bis_1923#Die_Hyperinflation_des_Jahres_1923\" title=\"Deutsche Inflation 1914 bis 1923 \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hyperinflation des Jahres 1923<\/a> hatten eigentlich bewiesen, dass Gold als bevorzugtes Mittel zur Stabilisierung einer W\u00e4hrung schlicht \u00fcberfl\u00fcssig bzw. durchaus sch\u00e4dlich sein k\u00f6nne.<\/p>\n<p><center><a title=\"Berlin 1931, Bankenkrach, Andrang bei einer Sparkasse, Bundesarchiv, Bild 102-12023 \/ Georg Pahl \/ CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/de\/deed.en)], via Wikimedia Commons\" href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File%3ABundesarchiv_Bild_102-12023%2C_Berlin%2C_Bankenkrach%2C_Andrang_bei_der_Sparkasse.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"412\" alt=\"Bundesarchiv Bild 102-12023, Berlin 1931, Bankenkrach, Andrang bei einer Sparkasse\" src=\"\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/5\/54\/Bundesarchiv_Bild_102-12023%2C_Berlin%2C_Bankenkrach%2C_Andrang_bei_der_Sparkasse.jpg\"\/><\/a><\/center><\/p>\n<p>Die Ankopplung der eigenen W\u00e4hrung an ein von der wirtschaftlichen Entwicklung v\u00f6llig unbeeinflu\u00dfbares Medium hatte sich in Zeiten moderner \u00d6konomie schlicht als zu unflexibel erwiesen. Ver\u00e4nderungen in den Handels- und Leistungsbilanzen, wie sie nach dem Ersten Weltkrieg durch den wachsenden internationalen Warenverkehr immer h\u00e4ufiger entstanden, sorgten in vielen L\u00e4ndern unter dem Goldstandard f\u00fcr erhebliche Schwankungen in den Devisenbilanzen, durch die geldmarktpolitische Eingriffe zur Stabilisierung der Wirtschaft erschwert oder nahezu unm\u00f6glich gemacht wurden. <\/p>\n<p><!--more Weiterlesen...--><\/p>\n<p>Damit erwies sich der Goldstandard als eine Art geldpolitische Zwangsjacke. Um z. B. Goldabfl\u00fcsse zu verhindern, war es notwendig, die Zinsen zu erh\u00f6hen, unabh\u00e4ngig davon, ob die wirtschaftliche Situation eine solche Ma\u00dfnahme \u00fcberhaupt n\u00f6tig machte. Nicht umsonst bezeichnete <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/John_Maynard_Keynes\" title=\"John Maynard Keynes \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">John Maynard Keynes<\/a> schon 1923 das Gold als ein \u201ebarbarisches Relikt\u201c eines vergangenen Weltw\u00e4hrungssystems. <\/p>\n<p>Trotzdem f\u00fchrte u. a. das Deutsche Reich, beeinflu\u00dft durch f\u00fchrende \u00d6konomen und Banker, 1924 wieder eine Deckungsverpflichtung von mindestens 30 % in Gold f\u00fcr die von der Reichsbank in Umlauf gegebene Geldmenge ein.<\/p>\n<p>Doch da die USA w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs und in den Goldenen 1920er Jahren im Welthandel als prosperierende neue Gro\u00dfmacht erhebliche <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leistungsbilanz\" title=\"Leistungsbilanz \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse<\/a> erzielten, mussten unter den Bedingungen des <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Goldstandard\" title=\"Goldstandard \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Goldstandards<\/a> die spiegelbildlich entstandenen Leistungsbilanzdefizite bei vielen L\u00e4ndern, vor allem und am wirkungsvollsten beim Deutschen Reich, zu einem best\u00e4ndigen Abfluss an Gold f\u00fchren. <\/p>\n<p>Durch die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Young-Plan\" title=\"Young-Plan \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Young-Plan<\/a>-Verhandlungen, bei denen es um die letzte gro\u00dfe Feststellung der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Reparationen_nach_dem_Ersten_Weltkrieg\" title=\"Deutsche Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">deutschen Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg<\/a> ging, wurde das Deutsche Reich 1929 zudem dazu verpflichtet, Kredite aus dem Ausland in Gold zur\u00fcckzuzahlen.<\/p>\n<p>So begann kurz nach dem Beginn der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weltwirtschaftskrise\" title=\"Weltwirtschaftskrise \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weltwirtschaftskrise<\/a> in den USA im Oktober 1929 der verst\u00e4rkte Abruf ausl\u00e4ndischer Kredite aus Deutschland, der aufgrund der Verpflichtungen des Young-Plans dazu f\u00fchrte, dass die Reichsbank zwischen 1930 und 1931 mehr als die H\u00e4lfte ihres Gold- und Devisenbestandes verlor.<\/p>\n<p>Dadurch musste die Reichsbank die Refinanzierungskredite an die nationalen Banken reduzieren, deren damit sinkende Liquidit\u00e4t l\u00f6ste wiederum die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Bankenkrise\" title=\"Deutsche Bankenkrise \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutsche Bankenkrise von 1931<\/a> aus.<\/p>\n<p>Gefesselt durch die alliierten Vorgaben der Golddeckung sah sich der Reichsbankpr\u00e4sident <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hans_Luther\" title=\"Hans Luther \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hans Luther<\/a> gezwungen, eine restriktive Geldpolitik durchzusetzen. Mit einer Kreditverteuerung und der Erh\u00f6hung des Diskontsatzes bis auf 20 Prozent sorgte er f\u00fcr eine erhebliche Kreditverknappung, mit der ua. auch der Umlauf von Banknoten bis Ende 1932 um 30 Prozent verringert wurde. <\/p>\n<p>Als Folge sank das allgemeine Preisniveau, Absatzstockungen traten auf, dadurch kam es zu einem R\u00fcckgang der Produktion und zum Anstieg der Erwerbslosigkeit. Die durch die Folgen des Weltkrieges noch immer geschw\u00e4chte Wirtschaft darbte noch mehr. So verursachte das durch die Geldverknappung ausgel\u00f6ste Sinken der Preise eine sich selbst verst\u00e4rkende Deflationsspirale. <\/p>\n<p>Die Konsumenten schoben in der Erwartung weiter fallender Preise viele Kaufentscheidungen weit in die Zukunft, ebenso verhielten sich etliche Unternehmen, die ihre Investitionen aussetzten. Deren Gewinne brachen ein, sie mussten Entlassungen vornehmen, die zu weiterer Konsumeinschr\u00e4nkung f\u00fchrten. <\/p>\n<p>Fatalerweise sorgten einige Notverordnungen von Reichskanzler <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heinrich_Br%C3%BCning\" title=\"Heinrich Br\u00fcning \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Heinrich Br\u00fcning<\/a> noch f\u00fcr eine Verst\u00e4rkung des deflation\u00e4ren Preisverfalls. Besonders die Sparverordnung vom 8.12.1931, mit der die \u00f6ffentlichen Ausgaben den sinkenden Steuereinnahmen und nachlassenden Preisen angepasst werden sollten, trug dazu bei, die Geld- und Kreditversorgung der Wirtschaft und damit auch die Produktion und den Konsum zusammenbrechen zu lassen und die Anzahl der Arbeitslosen 1932 auf \u00fcber 6 Millionen zu steigern.<\/p>\n<p><center><a title=\"Arbeitslosenquote im Deutschen Reich 1928 bis 1935 by own work [CC-BY-1.0 (http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/1.0)], via Wikimedia Commons\" href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File%3AArbeitslosenquote_1928_bis_1935.png\"><img decoding=\"async\" width=\"412\" alt=\"Arbeitslosenquote im Deutschen Reich 1928 bis 1935\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/4\/42\/Arbeitslosenquote_1928_bis_1935.png\"\/><\/a><\/center><\/p>\n<p>Diese Variante einer <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Austerit%C3%A4t\" title=\"Austerit\u00e4t \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Austerit\u00e4tspolitik<\/a> blieb also erfolglos, im Gegenteil wurde die Deflation weiter verst\u00e4rkt und das Ziel der Haushaltskonsolidierung nicht erreicht. Zudem blieben die Leitzinsen aufgrund der desolaten Devisenlage nach der Bankenkrise weiterhin hoch und verhinderten mit der steigenden Steuerbelastung jegliche wirtschaftliche Erholung.<\/p>\n<p>Was aber w\u00e4ren die Alternativen zu einer solchen absurden Restriktionspolitik gewesen?<\/p>\n<p>Da auch England im September 1931 sich aus dem Goldstandard gel\u00f6st hatte, w\u00e4re dieser Schritt auch f\u00fcr das Deutsche Reich eine notwendige Ma\u00dfnahme gewesen. Ohne die weitere Beachtung der Deckungsvorschriften h\u00e4tte man f\u00fcr die Geldversorgung damit auf die unn\u00f6tige Golddeckung verzichten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Da auch das Ausland eigentlich nicht an einem Niedergang der deutschen Wirtschaft und damit auch einem Ausbleiben der Reparationszahlungen gelegen sein konnte, h\u00e4tten solche Ma\u00dfnahmen zur Deflationsbek\u00e4mpfung sicherlich auch dort Zustimmung gefunden.<\/p>\n<p>Weiterhin w\u00e4ren Zinssenkungen, billige Kredite und die Ausweitung der Geldmenge Ma\u00dfnahmen gewesen, die man zur \u00dcberwindung der Krise h\u00e4tte ergreifen m\u00fcssen. Dies h\u00e4tte die Voraussetzungen geschaffen, um die Konjunktur anzuschieben und die Massenarbeitslosigkeit abzubauen, ohne dabei die so gef\u00fcrchtete Inflation auszul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Es gab damals zahlreiche Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Expansion der inl\u00e4ndischen Bankenkredite, f\u00fcr Arbeitsbeschaffungsma\u00dfnahmen auf Kredit, f\u00fcr eine staatliche Initalz\u00fcndung zum kraftvollen Konjunkturanschub. Neben Oberregierungsrat <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Lautenbach\" title=\"Wilhelm Lautenbach \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wilhelm Lautenbach<\/a>, auf dessen Plan wir in dieser Serie n\u00e4her eingehen wollen, schlugen auch der damalige Staatssekret\u00e4r im Finanzministerium, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hans_Sch%C3%A4ffer\" title=\"Hans Sch\u00e4ffer \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hans Sch\u00e4ffer<\/a>, und der Pr\u00e4sident des Statistischen Reichsamtes, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernst_Wagemann\" title=\"Ernst Wagemann \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Prof. Ernst Wagemann<\/a>, M\u00f6glichkeiten zur Kriseneind\u00e4mmung vor.<\/p>\n<p>Doch keiner dieser Pl\u00e4ne fand bei der Regierung Zustimmung.<\/p>\n<p>Stattdessen bek\u00e4mpfte Br\u00fcning die Krise weiter nach den Grunds\u00e4tzen der klassischen National\u00f6konomie. Durch die weitere radikale Senkung aller die Wirtschaft belastenden Kosten sollten die Selbstheilungskr\u00e4fte der privaten Wirtschaft geweckt und so ein neuer Aufschwung eingeleitet werden.<\/p>\n<p>Ebenso wollte der Reichskanzler dem Ausland mit seiner Deflationspolitik beweisen, dass Deutschland zahlungsunf\u00e4hig und wirtschaftlich gar nicht in der Lage war, die Reparationen zu leisten. Erst nach der dann erfolgten Streichung der Wiedergutmachungsforderungen sollte eine Gesundung der Wirtschaft angestrebt werden.  <\/p>\n<p>Zudem hielt der Glaube an eine seit 1923 tief im Volk verwurzelte Inflationsangst ihn davon ab, eine Politik der staatlichen Wirtschaftsankurbelung mittels kreditfinanzierter Ma\u00dfnahme in Erw\u00e4gung zu ziehen.<\/p>\n<p>Eine fatale politische Fehlkonzeption.<\/p>\n<p>So d\u00fcrfte aus heutiger Sicht klar sein, dass mit einer anderen Geld- und Kreditpolitik die Massenarbeitslosigkeit h\u00e4tte vermieden werden k\u00f6nnen und die Menschen der noch jungen Weimarer Demokratie wohl mehr Vertrauen entgegengebracht h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Die massenhafte Erwerbslosigkeit aber wurde ein bedeutendes Hilfsmittel der radikalen Kr\u00e4fte in ihrem Versuch, eben gerade diese Demokratie zu untergraben. Mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler Ende Januar 1933 gingen die Nationalsozialisten endg\u00fcltig als die &#8222;Gewinner&#8220; aus diesem Kampf hervor.<\/p>\n<p>Zudem hat es etwas Tragisches, dass schon Br\u00fcnings erzkonservativer Nachfolger <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Franz_von_Papen\" title=\"Franz von Papen \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Franz von Papen<\/a> erstmals mit nennenswerten Arbeitsbeschaffungsma\u00dfnahmen agierte und eine dem Lautenbach-Plan \u00e4hnelnde Kreditpolitik einf\u00fchrte. Dabei waren diese Handlungen allerdings mit einem erheblichen Sozialabbau verbunden und auf die Bed\u00fcrfnisse der Unternehmer abgestimmt. Es war auch von Papen, der in der Weimarer Republik die endg\u00fcltige Abkehr vom Parlamentarismus vollzog.  <\/p>\n<p>Die Nazis dagegen nutzten dann die Vorarbeiten Br\u00fcnings und von Papens ihrerseits, um mit der Entmachtung des Parlaments, der Zerschlagung der Gewerkschaften und dem Verbot (bzw. der Selbstaufl\u00f6sung) der Parteien ihre absolute Macht zu festigen.<br \/>\nMittels Arbeitsbeschaffungsma\u00dfnahmen f\u00fcr die Aufr\u00fcstung (auch hierbei wurden Teile des Lautenbach-Plans ber\u00fccksichtigt) beseitigten sie die Massenarbeitslosigkeit und bereiteten gleichzeitig den Krieg vor. <\/p>\n<p>Auch wenn man den Zusammenbruch der Weimarer Republik in einem gr\u00f6\u00dferen geschichtlichen Zusammenhang sieht, so l\u00e4\u00dft sich doch nicht bestreiten, dass die Wirtschaftskrise und ihre falsche Bek\u00e4mpfung durch Br\u00fcnings Deflationspolitik zur entscheidenden Polarisierung f\u00fchrten, die der Demokratie den Todessto\u00df versetzte.<\/p>\n<p>Ich halte es daher f\u00fcr eminent wichtig, sich mit den M\u00f6glichkeiten zu besch\u00e4ftigen, die es damals gab bzw. die vorgeschlagen wurden, um die Krise abzuwenden. Und dazu geh\u00f6rt in erster Linie der Lautenbach-Plan zur produktiven Kreditsch\u00f6pfung als eine Notma\u00dfnahme gegen die Depression.<\/p>\n<p>Im <a href=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/der-lautenbach-plan-1931-teil-2-die-konferenz-der-friedrich-list-gesellschaft\/\" title=\"Der Lautenbach-Plan 1931 \u2013 Teil 2: Die Konferenz der Friedrich-List-Gesellschaft \u203a \u00d6konomie und Sport\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zweiten Teil<\/a> dieser Serie werde ich mich deshalb mit der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geheimkonferenz_der_Friedrich_List-Gesellschaft_im_September_1931_%C3%BCber_M%C3%B6glichkeiten_und_Folgen_einer_Kreditausweitung\" title=\"Geheimkonferenz der Friedrich List-Gesellschaft im September 1931 \u00fcber M\u00f6glichkeiten und Folgen einer Kreditausweitung \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geheimkonferenz der Friedrich-List-Gesellschaft im September 1931<\/a> besch\u00e4ftigen, auf der dieser Plan erstmals von Wilhelm Lautenbach vorgestellt wurde.<\/p>\n<p>Im <a href=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/der-lautenbach-plan-1931-teil-3-produktive-kreditschoepfung-als-notmassnahme-gegen-die-depression\/\" title=\"Der Lautenbach-Plan 1931 \u2013 Teil 3: Produktive Kreditsch\u00f6pfung als Notma\u00dfnahme gegen die Depression \u203a \u00d6konomie und Sport\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dritten<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/der-lautenbach-plan-1931-teil-4-moeglichkeiten-einer-konjunkturbelebung-durch-investition-und-kreditausweitung\/\" title=\"Der Lautenbach-Plan 1931 \u2013 Teil 4: M\u00f6glichkeiten einer Konjunkturbelebung durch Investition und Kreditausweitung \u203a \u00d6konomie und Sport\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vierten Teil<\/a> schlie\u00dflich sollen dann die relevanten Aspekte des Plans etwas genauer dargestellt und beurteilt werden.<\/p>\n<p>Ein von Lautenbach selbst entworfenes Beispiel eines Bau- und Beschaffungsprogramms f\u00fcr die damalige Reichsbahn wird in <a href=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/der-lautenbach-plan-1931-teil-5-beispiel-eines-bau-und-beschaffungsprogrammes-durch-die-reichsbahn\/\" title=\"Der Lautenbach-Plan 1931 \u2013 Teil 5: Beispiel eines Bau- und Beschaffungsprogrammes durch die Reichsbahn \u203a \u00d6konomie und Sport\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teil 5<\/a> zudem die Wirkungsweise solcher Ma\u00dfnahmen n\u00e4her erl\u00e4utern. <\/p>\n<p>Der <a href=\"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/der-lautenbach-plan-1931-teil-6-die-borchardt-kontroverse-und-die-angeblich-zu-hohen-loehne-in-weimar\/\" title=\"Der Lautenbach-Plan 1931 \u2013 Teil 6: Die Borchardt-Kontroverse und die angeblich zu hohen L\u00f6hne in Weimar \u203a \u00d6konomie und Sport\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">letzte Teil<\/a> besch\u00e4ftigt sich dann abschlie\u00dfend mit der sogenannten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Knut_Borchardt#Die_.E2.80.9EBorchardt-Hypothese.E2.80.9C_und_die_anschlie.C3.9Fende_Kontroverse\" title=\"Knut Borchardt \u2013 Wikipedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eBorchardt-Hypothese\u201c<\/a>, nach der Br\u00fcnings Politik alternativlos gewesen sei angesichts der \u00dcberschuldung der \u00f6ffentlichen Haushalte, welche in der Weltwirtschaftskrise vom Kredit abgeschnitten gewesen seien. Insbesondere geht es dabei um Borchardts These, die L\u00f6hne und Geh\u00e4lter in der Weimarer Republik w\u00e4ren zu hoch gewesen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs sowie die Erfahrungen mit der Einf\u00fchrung der Rentenmark nach dem Desaster der Hyperinflation des Jahres 1923 hatten eigentlich bewiesen, dass Gold als bevorzugtes Mittel zur Stabilisierung einer W\u00e4hrung schlicht \u00fcberfl\u00fcssig bzw. durchaus sch\u00e4dlich sein k\u00f6nne.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[47,33,42,34,27,43,36,32,29,18],"class_list":["post-118720","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-oekonomie","tag-austeritaet","tag-deflation","tag-gewerkschaft","tag-inflation","tag-investition","tag-keynes","tag-lautenbach","tag-schulden","tag-sparen","tag-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118720","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=118720"}],"version-history":[{"count":50,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118720\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":196053,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118720\/revisions\/196053"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=118720"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=118720"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.joerglipinski.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=118720"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}